13. Ehrenmitglied des Museums des Banats

Rumänisch-deutsche Siedlungsgrabungen in Uiwar mit wichtigen Befunden

Mittwoch, 17. Juni 2015

Bei der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Aula der Temeswarer Zweigstelle der Rumänischen Akademie (v.l.n.r.): Prof. Dr. Florin Draşovean, Prof. Dr. Wolfram Schier und Claudiu Ilaş, der Leiter des Museums des Banats.
Foto: Milan Şepeţan

Der deutsche Archäologe und Forscher Prof. Dr. Wolfram Schier von der Freien Universität Berlin ist vor kurzem zum jüngsten und 13. Ehrenmitglied des Museums des Banats Temeswar/Timişoara gekürt worden. Die Verleihung der Ehrenwürde ging innerhalb der 14. Temescher Akademischen Tage über die Bühne. Veranstalter des Events waren die Temeswarer Zweigstelle der Rumänischen Akademie und das Museum des Banats Temeswar.

Zu den Highlights des Tages gehörte auch die Vorstellung des Bandes „The Neolithic and Eneolithic in Southeast Europe. New Approaches to Dating and Cultural Dynamics in the 6th to 4th Millennium BC“ („Das Neolithikum und Äneolithikum in Südosteuropa. Neue Annäherungen zur Datierung und Kulturdynamik im 6. und 4. Jahrtausend v.Chr.“) herausgegeben von Wolfram Schier und Florin Drașovean vom Museum des Banats Temeswar. Der 440 Seiten starke Band mit 313 Abbildungen ist der 28. Band der Serie „Prähistorische Archäologie in Südosteuropa“ und wurde 2014 im Verlag Marie Leidorf in Rahden/Westfalen mit finanzieller Unterstützung des Temescher Kreisrates veröffentlicht.

„Der Band ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Instituts für Prähistorische Archäologie und des Museums des Banats, wie es die zwei Symposien in Temeswar und Pilsen, die wir gemeinsam veranstaltet haben, belegen“, sagt Prof. Dr. Florin Drașovean bei der Vorstellung des Bandes, der mehrere Studien von Fachleuten aus Griechenland, Mazedonien, Bulgarien, Serbien, Slowenien, Ungarn und Deutschland zum Thema des Beginns und der Entwicklung des Äneolithikums in Südost- und Mitteleuropa umfasst.

Der Buchvorstellung folgte Prof. Dr. Wolfram Schiers Vortrag „How to read a story a tell can tell: Methodological Insights and Experiences from the Uivar Project 1999-2009 and beyond“. Über zehn Jahre dauerten die Forschungsarbeiten und Ausgrabungen in Uiwar und über eine Million Euro stellte die Deutsche Forschungsgemeinschaft dafür zur Verfügung. Zu den wichtigsten Befunde gehören „die verbrannten Häuser, vor allem das Haus, das wir in den letzten drei Kampagnen ausgegraben haben (...). Ein relativ komplexes Gebäude mit vier Räumen, mit Obergeschoss und einem sehr interessanten rituellen Emsemble von zwei Amphoren, die ganz unterschiedliche Stile verkörpern, die nebeneinander standen. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Befund, weil er auch zeigt, dass diese Keramik vielleicht auch die Identität ihrer Benutzer ausdrückt“, so Schier.

 

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