14 Festnahmen nach Großaktion

Fahrer des Zollamts Reschitza vermutlich ein Zigarettenschmuggler

Freitag, 21. August 2015

Reschitza - Nach der Großaktion vom Beginn dieser Woche, als die Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und für Terrorismusbekämpfung DIICOT, gemeinsam mit der Grenzpolizei Razzien und Hausdurchsuchungen in vier Verwaltungskreisen (Temesch, Hermannstadt/Sibiu, Suceava und Karasch-Severin) vornahm – ADZ berichtete – wurden 14 Personen in Untersuchungshaft genommen. Der Verdacht: Sie befinden sich an den Hebeln zweier Zigarettenschmuggler- und Händlerringe, die Zigaretten aus der Ukraine auf Rumäniens Schwarzmärkten verkauften.

Unter den in Haft Genommenen befindet sich auch Florin S., ein Fahrer des Zollamts Reschitza/Reșița, in dessen Wohnung 35 Kisten offensichtlich geschmuggelter Zigaretten diverser Marken gefunden wurden. Ob die Schmuggelzigaretten aus den gerade untersuchten Schmuggeltätigkeiten mit ukrainischen Zigaretten stammen oder Teil der mehr als 100 Kisten konfiszierter Schmuggelzigaretten sind, die vor zwei Monaten aus dem Depot des Zollamts Reschitza, bisher spurlos, „verschwunden“ sind, das müssen die Untersuchungen noch klären.

Die Staatsanwälte gehen einstweilen von beiden Möglichkeiten aus, zumal F.S. schon länger wegen seiner Beziehungen zu unter Schmuggelverdacht stehenden Personen und zu Zigaretten-Schwarzhändlern unter Beobachtung stand. Zur Verhaftung seines ehemaligen Fahrers sagte Doru Bonchiș, der langjährige Leiter des Zollamts Reschitza (das Teil der Steuerbehörde ANAF ist): „2014, als ich dem Zoll vorstand, habe ich die Tätigkeit von F.S. in der Jahresendbewertung mit „ungenügend“ bewertet, weil jedermann unzufrieden war mit der Art und Weise, wie er bei uns gearbeitet hat. Befremdlich war für uns Zöllner auch, dass es uns nie gelungen ist, von der Polizei über ihn ein Führungszeugnis zu erhalten...“

Beim Zoll in Reschitza, der seit sechs Wochen ad interim von Gheorghe Nistoran geleitet wird – Bonchiș wurde nach dem immer noch ungeklärten „Verschwinden“ der dort gelagerten Schmuggelzigaretten abgesetzt – heißt es zudem, F.S. wäre schon einmal von einer Streife der Verkehrspolizei mit dem Dienstauto des Zolls beim Transport von vier Kisten Zigaretten erwischt worden – was keinerlei Folgen hatte, obwohl er die Herkunft dieser Zigaretten nicht einleuchtend erklären konnte. Außerdem hieß es beim Reschitzaer Zoll schon seit längerem, den Fahrer F.S. dürfe man nicht allein mit dem Dienstwagen irgendwohin schicken, weil er dann unweigerlich allerhand „Ideen“ zu illegalen Transporten umsetze.

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