150 Bälle fürs Nikolaus-Lenau-Lyzeum

DWC-Mitglieder unterstützen den Sportunterricht

Mittwoch, 02. November 2016

Gruppenfoto am Domplatz: Die Schülerinnen und Schüler des deutschen Nikolaus-Lenau-Lyzeums haben neue Bälle für den Sportunterricht bekommen. Foto: Raluca Nelepcu

Temeswar - „Bälle fürs Lenau“: So nannte sich der Aufruf, den Thilo Herberholz, Fachschaftsberater aus Deutschland am Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar, unlängst gestartet hatte. „Ich wandte mich damit an den Deutschsprachigen Wirtschaftsclub ´Banat´. Zu meiner Freude erklärten sich schnell einige DWC-Mitglieder bereit, einige Bälle fürs Lenau-Lyzeum zu spenden“, sagt Thilo Herberholz. Insgesamt 150 Fuß-, Volley- und Basketbälle erreichten am Montag die Lenau-Schule – mitgebracht hatten sie die Sponsoren – das Unternehmen Netex Consulting und Dr. Emanuel Bratu von der Zahnarztpraxis Dental Experts in Temeswar.  „Wir haben die Bälle selbst gekauft. Wir selbst wissen ja, wie schrecklich das war, wenn man mit alten Bällen spielen musste“, sagte Anita Turți, Geschäftsführerin von Netex Consulting und selbst Absolventin der deutschen Schule in Temeswar.

Auch der Zahnarzt Emanuel Bratu war dabei, als die Schülerinnen und Schüler die Bälle erhielten. „Für mich als ehemaligen Lenau-Schüler war es selbstverständlich, dass ich die Schule unterstütze. Ich finde Sport als Schulfach sehr wichtig“, sagte Dr. Bratu, der sich an seine Schulzeit sehr gern zurückerinnert. „Wir hatten einmal, nach einer Physikstunde, bis spät abends im kleinen Innenhof Fußball gespielt. Unsere Eltern hatten sich schon gefragt, wo wir steckten – denn damals gab es ja keine Handys“, erinnerte er sich. „Die Lenau-Schule braucht aber unbedingt einen richtigen Sport-saal“, fügte er hinzu. Derselben Meinung ist auch Deutsch- und Sportlehrer Thilo Herberholz. „Der Saal ist natürlich viel zu klein. Bei schönem Wetter gehen wir aber gern in den Botanischen Park oder auf den Domplatz und spielen dort Fußball oder Volleyball“, sagte er. Seit acht Jahren lebt und arbeitet Thilo Herberholz in Rumänien. „Da es mein letztes Jahr hier ist, wollte ich unbedingt auch einige Sportstunden haben – denn bisher war ich nur als Deutschlehrer tätig“, sagte er. Seine Schülerinnen und Schüler empfinden den Sportlehrer viel strenger als den Deutschlehrer Thilo Herberholz. „Im Sportunterricht gibt es strenge Regeln, die wir befolgen müssen“, sagte der Zehntklässler Radu Trică. Der Fußballfan und seine Kolleginnen und Kollegen werden sich in den kommenden Jahren an den neuen Bällen erfreuen können.  Für Thilo Herberholz ist es nicht die erste Spendenaktion, die er ins Leben ruft: Vor kurzem schaffte es der Lehrer, mit Unterstützung einiger Freunde aus Deutschland und Rumänien eine behindertengerechte Rampe für eine Freundin, die im Rollstuhl sitzt, bauen zu lassen.

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