150 Jahre Bischofsamt Karansebesch

Gemeinsame Ausstellung des Reschitzaer Museums und der Staatsarchive

Mittwoch, 04. November 2015

Reschitza – Eine Dokumentationsausstellung mit Originaldokumenten und Fotokopien zu 150 Jahren seit Gründung des orthodoxen Bistums Karansebesch/Caransebeş ist am Dienstag im Museum des Banater Montangebiets in Reschitza/Reşiţa eröffnet worden. Die meisten Dokumente stammen aus den Staatsarchiven von Karansebesch, oder sind Besitztümer der Eparchie und des Museums des Banater Montangebiets. Ausgestellt ist u.a. das von Franz Joseph I unterzeichnete kaiserliche Gründungsdiplom der orthodoxen Eparchie Karansebesch, zahlreiche Originalporträts von Bischöfen – etwa des ersten Bischofs von Karansebesch, Ioan Popasu, aber auch der Bischöfe Iosif Traian Bădescu, Miron Cristea (dem späteren Patriarchen der rumänischen orthodoxen Kirche und Interims-Regierungschef in der Zwischenkriegszeit), Nicolae Popeea, Vasile Lăzărescu oder Veniamin Nistor, aber auch des Metropoliten Siebenbürgerns, des von der rumänisch-orthodoxen Kirche heiliggesprochenen Andrei Şaguna. Gezeigt werden fotografische Reproduktionen aller Siegel der orthodoxen Kirchensprengel, die in der Zeitspanne 1865-75 zum Bistum Karansebesch gehörten, oder Dekrete des Bischofs Josef von Werschetz, der bis zur Gründung des Bistums Karansebesch die kirchliche Verwaltung in diesem Teil des Banats versah, als das Banat der orthodoxen Patriarchie von Belgrad unterstellt war. Interessant und wissenschaftlich noch nicht erschöpfend aufgearbeitet ist die Korrespondenz der Pfarrer der orthodoxen Kirchsprengel untereinander bis zum ersten Weltkrieg, die teilweise in den Staatsarchiven von Karansebesch aufbewahrt wird. Ausgestellt sind auch frühe Exemplare des Bistumsblatts „Foaia Diecezană“, das als die langlebigste Publikation des Banater Berglands vorgestellt wird.

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