2000 Lei Mindestlohn in 2018 ein „Missverständnis“

Dragnea rückt von neuem Regierungsprogramm ab

Mittwoch, 12. Juli 2017

Bukarest (ADZ) - Vor kaum zehn Tagen hatte Premier Mihai Tudose (PSD) anlässlich der Bestätigung seines Kabinetts im Parlament sein Regierungsprogramm vorgestellt, zu dessen Kernpunkten u. a. auch die Anhebung des Mindestlohns gehörte. Nun rückt PSD-Chef Liviu Dragnea bereits davon ab. Laut Tudoses Regierungsprogramm sollte der Mindestlohn ab 2018 auf 2000 Lei für Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss bzw. 2300 Lei für jene mit Hochschulabschluss, ab 2019 auf 2200 bzw. 2640 Lei und 2020 letztlich auf 2400 bzw. 3000 Lei ansteigen. Davon wollte der PSD-Chef am Montag jedoch nichts mehr wissen: Dies sei ein „Missverständnis“, das sich wohl „verbreitet“ habe, sagte Dragnea. Der im „Programm“ vorgesehene Mindestlohn „so wie er allgemein bekannt ist“, wird 2018 1550 Lei betragen, „keineswegs 2000 Lei“, behauptete der Parteichef. Durch die Änderung der Besteuerung könnte ab kommendem Jahr der gesamte Aufwand des Arbeitgebers im Bruttolohn enthalten sein. Die Medien veröffentlichten im Faksimile das im Amtsblatt erschienene Regierungsprogramm, wo der für 2018 geplante 2000-Lei-Mindestlohn unter Kapitel „Solidarität“, Unterkapitel „Gleichheit“, nachlesbar ist.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 13.07 2017, 01:19
@Manfred :Das ist wohl so. Dragnea arbeitet nur auf eigene Rechnung. Die bisherige Verwaltung dieses "Staates" durch diese Regierung erbracht NULL (!!) Ergebnis im Interesse der Wählerschaft der PCD. Lediglich das Parlament stopft sich seine Taschen voll und die Millionäre müssen weiterhin keine Steuern zahlen. Alles ist bisher vergeudet. Das ist weitere verlorene Zeit. Wann wird es einmal eine politische Gruppe in diesem Land geben die eine ordentliche Verwaltung abliefert ?
Manfred, 12.07 2017, 08:03
Nicht die Aussage ist ein Mißverständniss,Dragnea und seine Partei sind es !Das sind keine Politiker,das sind ahnungslose geldgeile Personen,die nur zum Selbstzweck kanditiert haben.Das Millionen Rumänen zum wiederholten Male auf diese Aufschneider hereingefallen sind,ist nicht nachvollziehbar.

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