2014 – das Jahr der Diakonie

Wünsche und Anregungen beim Neujahrsempfang im evangelischen Bischofshaus

Freitag, 10. Januar 2014

Revue passieren ließ man das alte Jahr beim Neujahrsempfang des evangelischen Bischofs und sprach Wünsche aus für 2014.
Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Zum traditionellen Neujahrsempfang luden Bischof Reinhart Guib und seine Gattin Henriette auch heuer die Repräsentanten der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und deren Institutionen sowie des Deutschen Forums, des Bürgermeisteramtes, der diplomatischen Vertretungen sowie deutschsprachiger Einrichtungen in Hermannstadt/Sibiu ein. Gemeinsam wurde auf das alte Jahr zurückgeblickt und Ausschau auf das begonnene Jahr gehalten. 2013 bezeichnete Bischof Guib als „positiv und gut“ und erwähnte als Verwirklichungen innerhalb der Kirche die Verabschiedung des Strategiekonzeptes „Zukunft Kirche“, den Abschluss des 18-Kirchenburgen- Renovierungsprojekts sowie den Beginn des Tourismusprojekts „Entdecke die Seele Siebenbürgens“, die wachsende Öffentlichkeitsarbeit und die verbesserte Kooperation mit den Organisationen der Siebenbürger Sachsen im Ausland. Erwähnt hat der Bischof desgleichen den Führungswechsel an der Spitze des Deutschen Forums, den großen Andrang in den deutschsprachigen Bildungseinrichtungen sowie das reichhaltige geistige und musikalische Veranstaltungsangebot. 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Renovierungsarbeiten an 35 Kirchen und vier Orgeln beendet bzw. wieder eingeweiht und das waren „so viele wie noch nie“, so Bischof Guib. Mittels Beamer zeigte Landeskirchenkurator Friedrich Philippi die 18 Kirchenburgen des EU-Projekts zur Sicherung der Bausubstanz und die hergerichteten Orgeln. Zu erhalten habe die evangelische Landeskirche in Rumänien 287  Gotteshäuser, was angesichts der geschrumpften Mitgliederzahl bedeute, dass etwa 45 Mitglieder für einen Bau aufkommen müssten. Es erfülle ihn mit Dankbarkeit, dass sich so viele Renovierungsmöglichkeiten ergeben haben, sagte Philippi, der die Neujahrswünsche des Landeskonsistoriums sowie der kirchlichen Mitarbeiter überbrachte. Was 2014 angeht, das von der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien zum Jahr der Diakonie ausgerufen worden ist, sprach der Landeskirchenkurator die Hoffnung aus, dass die vielen Vereinsamten in den Landgemeinden vermehrt besucht werden.

Neujahrsbotschaften überbrachten Vizebürgermeisterin Astrid Fodor, Prof. Dr. Stefan Tobler, der Direktor des Theologischen Institutes, die deutsche Konsulin Judith Urban und der österreichische Konsul Andreas Huber. Im Namen der Pfarrerschaft sprach Bischofsvikar-Stellvertreter Hans Bruno Fröhlich, der die Jahreslosung (Psalm 73,28) deutete. Im Namen der kirchlichen Einrichtungen dankten Brigitte Auner, die Geschäftsführerin der Frauenarbeit, und Dr. Holger Lux, der Präsident des Diakonischen Werks, für die erhaltene Unterstützung. In seiner Ansprache ging der Siebenbürgenforums-Vorsitzende Martin Bottesch auf das Jahr 2014 ein, in dem sich 100 Jahre seit Beginn des Ersten Weltkriegs jähren – der die Angliederung Siebenbürgens an Rumänien zur Folge hatte. Ebenfalls in diesem Jahr erfüllen sich 70 Jahre seit Rumänien 1944 die Fronten im Zweiten Weltkrieg wechselte, was u. a. zur Flucht der Deutschen aus Nordsiebenbürgen führte. 25 Jahre erfüllen sich heuer sodann seit der Implosion des Kommunismus in Europa.

Letztgenannte Jährung sollte zum Anlass genommen werden um festzustellen, wo die deutschsprachigen Gemeinschaften heute stehen, ob ihre Einrichtungen ihren Zweck erfüllen und ob man in der Lage ist, sie zu erhalten, sagte Bottesch. Wichtig sei eine Koordination und Zusammenarbeit unter den Einrichtungen in Rumänien sowie mit jenen der ausgewanderten Landsleute. Dass dies gelinge, sei sein Wunsch für dieses Jahr. In seinem Dank für die vielen Wünsche erwähnte Bischof Reinhart Guib, dass für April eine Tagung geplant sei, in der die Kooperation zwischen den hiesigen und den Organisationen der ausgewanderten Sachsen besprochen werden soll. Desgleichen wird eine Wanderausstellung zu der Flucht aus Nordsiebenbürgen veranstaltet. In den Ansprachen seien die Sehnsucht, Erwartung und Bereitschaft zur Nähe für die uns anvertrauten Menschen zum Ausdruck gebracht worden, so Guib. Für den Nächstendienst werde es im Jahr der Diakonie vermehrt Anlass geben, doch sei auch die Ausarbeitung einer Plattform für die Vernetzung der diakonischen Einrichtungen angestrebt.

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