2018: Doppeltes Jubiläum

Mittwoch, 28. Februar 2018

Auf ein halbes Jahrhundert deutsche Zeitung mit dem Begriff „Banat“ in der Titulatur blickt in diesen Tagen die deutsche Gemeinschaft zurück. Es ist ein Jubiläum, das die Redakteure und die Banater Deutschen mit Stolz würdigen. Geht es jedoch um das Zeitungsjubiläum der BZ, wollen wir weiterhin an einem anderen Datum festhalten. Der 10. November 1993 ist nämlich die Geburtsstunde einer Neuordnung im Zeitungswesen der Banater deutschsprachigen Presse. Die Banater Zeitung erscheint seit jenem Tag als Tochterzeitung der ADZ, Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen im Banat. In wenigen Monaten werden wir also 25 Jahre alt.

Dass wir auf 50 Jahre deutsche Zeitung im Banat der Nachkriegszeit gerne zurückblicken, wollen wir niemandem verheimlichen. Die NBZ von einst gilt unweigerlich als Vorläufer unserer heutigen Banater Zeitung. Wie sehr beide Publikationen verbunden sind und wie sehr wir in Ehren halten, was unsere Vorgänger veranstaltet haben, um Lesernähe und -treue zu widergeben, bezeugen wir mit vielen Argumenten: Feste wie Pipatsch-Pokal und Wortschaftkostprob haben wir aufgenommen und weitergeführt, so lange sich die Sinnhaftigkeit im Rumänien der Nach-Wendezeit erwiesen hat, bewährte Rubriken wurden zeitweilig genutzt und die Mundartseite „Pipatsch“ ist aus dem Inhalt nicht wegzudenken.

Wir bleiben unserem Vorgänger verbunden, auch weil wir heute genauso wie unsere einstigen Kollegen einen Minderheitenzeitung machen müssen, die der breiten Schicht der Optionen sowie Vorlieben unserer Leser gerecht werden muss/musste. Auch wenn wir nicht öffentlich den Auftritt zu diesem Ereignis gesucht haben, ist ein Gedanke an das Frühjahr 1968 nicht nur ein flüchtiger. Kein Zweifel, die Leser, die uns von nah und fern Glückwünsche auf unserer noch jungen Facebook-Seite zugesendet haben, sind der „Banater“ in all den Jahren treu geblieben. Ihnen gebührt Dank und ihren Wünschen sei hier Rechnung getragen – sie sind nämlich das Maß (fast) aller Dinge.

Siegfried Thiel, Redaktionsleiter

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