24 Millionen Lei für Agnetheln

Historisches Zentrum der Stadt im Harbachtal wird renoviert

Donnerstag, 02. Oktober 2014

Renovierungsarbeiten sollen auch an der Kirchenburg von Agnetheln durchgeführt werden. Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Das historische Zentrum von Agnetheln/Agnita wird für 24 Millionen Lei saniert. 17,88 Millionen Lei kommen aus europäischen Fonds und jenen der rumänischen Regierung, der Rest sind Beiträge der verschiedenen Einrichtungen im Ort. Der diesbezügliche Vertrag wurde am 30. September beim Sitz der Agentur für regionale Entwicklung Zentrum (ADR Centru) in Karlsburg/Alba Iulia unterzeichnet.
Das Vorhaben hat zum Ziel, das Kulturerbe zu verwerten und die touristische Attraktivität der Kleinstadt im Harbachtal zu verbessern. Die Umsetzung soll 15 Monate dauern. Geplant sind Instandsetzungsarbeiten am Areal um 17 Gebäude, darunter dem Museum und der evangelischen Kirchenburg. Das Projekt sieht das Herrichten der Plätze und Straßen im Altstadtkern vor sowie Renovierungsarbeiten an der Kirchenburg und am Gebäude des Harbachtal-Museums, das auch neu ausgestattet werden soll. 

Finanziert wird das Vorhaben aus dem Bereich 5.1 des Operationellen Regionalen Programmes, in dem Mittel für die Instandsetzung des Kulturerbes und der dazugehörenden Infrastruktur zur Verfügung stehen. Neben der Steigerung der touristischen Attraktivität soll auch die Lebensqualität der Bürger verbessert werden. Es ist der zweite Vertrag, den Agnetheln im Regio-Programm schließt: mit den 25 Millionen Lei aus dem ersten Abkommen wurde die Infrastruktur der Hauptstraße saniert. Von der Entwicklungsagentur in Karlburg sind bislang acht Verträge für Restaurierungen von touristischen Sehenswürdigkeiten unterzeichnet worden, zu denen die bereits großteils abgeschlossenen Großprojekte der 18 Kirchenburgen, der Burg in Rosenau/Râşnov, Neumarkt/Tg. Mureş und Karlsburg aber auch ein Vorhaben im Hermannstädter Freilichtmuseum gehören. Auf der Reserveliste stehen weitere 14 Projektanträge, die für diesen Bereich bereitsgestellten Mittel wurden jedoch bereits zu 128 Prozent vertraglich vergeben. Abgerechnet worden sind bislang von den Behörden 18,28 Millionen Euro, die Abrufungsrate beträgt in diesem Bereich 67,92 Prozent, so die Pressemitteilung von ADR Centru.

Kommentare zu diesem Artikel

Dan, 04.10 2014, 13:27
Agnetheln hat mindestens 30% Arbeitslosigkeit und die meisten Unternehmen vor Ort sind seit 20 Jahren tot.
Auf den Straßen trifft man meist alte Menschen, wenn überhaupt.
Es gibt keine Strategie der Stadtoberen und Lokalbarone, außer der, daß sich die jeweilige Stadtoberen bereichern.
Seit 1990 wurde Agnetheln ausgeraubt, die Menschen belogen und betrogen.
Investoren sind nicht willkommen, es sei denn, sie bezahlen das nötige Geld an die Stadtbarone.
Was in Agnehteln funktioniert, ist die Ausbeutung von ca. 300 Frauen zu Mindestlöhnen bei den Mafiosi von "Vicla-Parchet masiv" die unter Deckung aus Bukarest die Wälder in der Umgebung abgeholzt haben, sowie AMT, ein Ableger einer deutschen Möbelfirma.
Ansonsten sind von den ehemals 6000 Arbeitsplätzen, die es vor 1990 gab, keine mehr vorhanden.

Wohin diese 24 Mio. Lei nun fließen werden, ist einfach: In die Hände der Lokalfeudalen, die schnell nicht vorhandene "Experten" und "Handwerker" finden werden, damit das Geld schnell in ihre Taschen verschwindet. Im Ergebnis wird auch in Agnetheln der Kitsch wie überall blühen, die Fassaden neu gestrichen sein, während darunter die Mauern weiter bröckeln.
Mici und Bier, viel Rauch um nichts wird serviert, und evtl. werden die Urzeln auch im Sommer für jeden Touristenbus laufen ....das reicht den meisten...
So wird der Verfall unter einer schönen Oberfläche weitergehen. Die alten Dachziegeln, die gegen Betonziegel ausgetauscht werden, werden dann verschwunden sein..
Ob die unbedarften Massentouristen sich mit solchen potemkinschen Dörfern zufrieden
geben werden, wage ich zu bezweifeln.

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