245 Millionen Euro EU-Finanzierung für rumänische Landwirte

Freitag, 10. Juli 2015

Bukarest (ADZ) - Über das Nationale Programm für Ländliche  Entwicklung (PNDR) für den Zeitraum 2014-2020 stehen der Farmern 245 Millionen Euro zur Verfügung, teilte Landwirtschaftsminister Daniel Constantin am Mittwoch mit. Die europäischen Mittel für die Verarbeitung der Agrarprodukte sollen vorrangig für integrierte Projekte verwendet werden, die kurze Produktionsketten bewirken, hieß es weiter. Finanzielle Vorteile gibt es zudem für Produzentengruppierungen und Kooperativen. Projekte für das neue PNDR können ab dem 8. Juli eingereicht werden. Für Investitionen in Obstplantagen stehen 70,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dadurch sollen  in den sieben Jahren des Programms 35.000 Hektar Obstgärten saniert werden. Rumänien hat derzeit 170.000 Hektar Obstplantagen, die Hälfte aber sind verwildert. Für die Verarbeitung von Agrarprodukten sind 93,5 Millionen Euro vorgesehen. Für Kleinfarmen stehen 72,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Europäische Kommission hat das neue PNDR 2014-2020 am 26. Mai bewilligt. Insgesamt sind 9,363 Milliarden Euro Finanzierungen vorgesehen, davon 8 Milliarden europäische Mittel, der Rest ist Eigenfinanzierung. Gleichzeitig hat die Regierung am Mittwoch eine Verlängerung der Frist (30. September) für die Hinterlegung der Abrechnungen für das PNDR 2007-2013 bis Ende des Jahres beschlossen.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 12.07 2015, 23:40
diese Summen für die dringend notwendige Modernisierung der rumänischen Landwirtschaft sind so extrem gering, im Vergleich zu dem was Geld nach Griechenland gepumpt wird. 245 Millionen Euro für 2014 bis 2020. Das verbraten die Griechen in einer Woche (ohne Scherz, seit 30. Juni ist Griechenland 1,5 Milliarden Rückzahlung an den IWF schuldig und morgen 13. Juli sind 3,5 Milliarden bei der EZB fällig, beides können sie nicht bezahlen, also muss schon wieder ein zusätzliches Hilfpaket geschnürt werden)
dan, 11.07 2015, 08:08
An der Misere in Griechenland ist nicht die EU schuld, sondern die Griechen selbst- mit Korruption, Betrug, gefälschten Zahlen die an die EU gesendet wurden, wurden Milliarden EU-Hilfen zu Unrecht nach Griechenland verschwendet.

In Rumänien besteht die Gefahr, daß auch aufgrund der bisherigen Korruption und Betrügerei der Politiker und ihrer Clans die Landwirtschaft einseitig nur in Richtung Kartonqualität- Masse statt Klasse- weiter ausgebaut wird, der Boden kaputtgemacht wird, und so schlechte, international nicht konkurrenzfähige landw. Produkte erzeugt werden.
Anstatt auf Bio und Respekt vor der Natur und den Kleinbauern zu setzen, werden diese alle vernichtet, damit 1% der Bevölkerung- die Oligarchen- profitieren, während das Volk immer ärmer und dümmer wird.
Beobachter, 10.07 2015, 21:58
Der Sraffa plaudert schon wieder über Dinge von denen er keine Ahnung hat!
Sraffa, 10.07 2015, 13:26
Ich will es nicht beschwören, aber : Die jahrzehntelange völlig verfehlte Agrar-Subventionspolitik der EU in Griechenland hatte den Niedergang der Landwirtschaft dort endgültig besiegelt. Ich warne davor daß Vergleichbares in RO eintritt.

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