„25 Jahre Freiheit - 1989-2014“

Temeswar würdigt Ausbruch der Revolution

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Temeswar – 25 Jahre seit dem Ausbruch der Revolution im Dezember 1989 werden in diesem Jahr begangen. Die Stadt Temeswar/ Timişoara, die Stadt , wo alles begonnen hat, organisiert auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen, die die blutigen und letztendlich die triumphalen Ereignisse würdigen. Sowohl die Stadt Temeswar als auch die Temeswarer Vereine der Revolutionäre bereiten zu diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen unter dem Namen „25 Jahre Freiheit – 1989-2014“ vor: Kranzniederlegungen, Debatten und Wallfahrten, Ausstellungen und Konzerte – all dies steht auf ihrem Veranstaltungskalender zwischen dem 16. und dem 21. Dezember in Temeswar.

Die Ereignisse zum Gedenken der Revolution beginnen am 16. Dezember um 9 Uhr mit einer Buchvorstellung und einer Fotoausstellung über die Temeswarer Revolution in der Haftanstalt „Popa [apc²“. Um 12.30 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung „Die Revolution 1989“ in der Temeswarer Staatsoper statt. Die Stadtverwaltung bereitet an diesem Tag eine Festsitzung des Kommunalrats im Opernsaal vor. Am Nachmittag wird der Weg der Revolution mit einem Fackelzug begangen: Vom Pfarrhaus des reformierten Pastors László Tökés am Marienplatz aus führt der Weg auf dem heutigen Boulevard des 16. Dezembers 1989, über die Trajansbrücke bis hin zur Orthodoxen Kathedrale. Auf den Treppen der Kathedrale werden Kerzen angezündet und der Opfer der Revolution gedacht. Auch vor der Temeswarer Staatsoper werden an diesem Abend (20 Uhr) Kerzen angezündet und ein Augenblick des stillen Gedenkens an die Opfer wird stattfinden. Um 23.45 Uhr endet der Tag mit einer Heiligen Messe in der Märtyrerkirche an der Dumitru-Jugănaru-Straße (ehemalige Albac-Straße).

Der 17. Dezember ist Trauertag in Temeswar. Seit 1993 wird dieser Tag begangen – alle Institutionen werden an diesem Tag die rumänische Flagge auf Halbmast setzen. Um 10, 12 und 13 Uhr findet je ein Gottesdienst zum Gedenken der Märtyrer und Kranzniederlegungen an der Orthodoxen Kathedrale, an der Märtyrerkirche und auf dem Temeswarer Heldenfriedhof statt. Später, um 19 Uhr, werden erneut Kerzen zum Gedenken der Revolutionsopfer auf den Treppen der Kathedrale angezündet.

Am 19. Dezember wird um 9 Uhr in der Aula Magna der West-Universität das Symposium „Temeswar – 25 Jahre seit dem Ausbruch der Rumänischen Revolution“ organisiert. Am Nachmittag wird dem österreichischen Filmregisseur rumänischer Abstammung Robert Dornhelm im Capitol-Saal der Banater Philharmonie der Titel eines Ehrenbürgers der Stadt verliehen. Im Anschluss wird um 18 Uhr sein Film „Requiem für Dominic“ gezeigt. Der Film wurde teilweise während der Revolution 1989 in Temeswar gedreht und 1990 für einen Golden Globe nominiert. Die Filmvorführung wird vom „Requiem in d-moll” von Wolfgang Amadeus Mozart begleitet. Beide, sowohl der Film als auch das Konzert, werden gleichzeitig auch am Opernplatz auf zwei Bildschirmen live verfolgt werden können.

Am 20. Dezember 1989 wurde Temeswar zur ersten kommunismusfreien Stadt Rumäniens erklärt. Um dieses Ereignis zu würdigen, sind an diesem Tag mehrere Veranstaltungen geplant. Das Symposium in der Aula Magna der West-Uni wird auch an diesem Tag fortgesetzt und abends wird am Opernplatz das Konzert „Rock für die Revolution“ stattfinden. Die legendären Temeswarer Bands Pro Musica und Phoenix sowie Bands aus dem ehemaligen Jugoslawien, Riblja Corba und Bajaga i Instruktori, werden dabei auftreten. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.

Am selben Tag startet auch eine Wallfahrt nach Bukarest. Unter dem Namen „Auf den Spuren der Asche der Temeswarer Märtyrer, die man in der Revolution verschwinden ließ“ werden sich die trauernden Familien, Angehörige und Teilnehmer der Revolution auf den Weg zum „Cenuşa“- Krematorium und zum Universitätsplatz in Bukarest als auch zur Stelle des ehemaligen Massengrabes in Popeşti-Leordeni, wo die Asche verstreut wurde, machen.

Die Ereignisse zum Gedenken der Revolutionstage von Temeswar gehen am 21. Dezember zu Ende. Auch der Verein „Memorial der Revolution“ geht „auf den Spuren der in der Revolution verschwundenen Märtyrer“ los und veranstaltet eine Wallfahrt nach Slatina im Verwaltungskreis Olt.  Zusätzliches zum Thema „25 Jahre seit der Revolution 1989“ lesen Sie in der kommenden Sonderausgabe der Banater Zeitung.

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