250-Jahr-Feier in Sackelhausen

Brücke über Jahrhunderte: Obelisk zu Ehren der Gründer

Mittwoch, 20. Mai 2015

Wieder im Mittelpunkt des Dorfgeschehens: Die römisch-katholische Pfarrkirche aus Sackelhausen
Foto: Zoltán Pázmány

Sackelhausen, die ehemalige Banater deutsche Gemeinde, gedenkt ihrer Gründer, den deutschen Ansiedlern, am 29. Mai mit einer großangelegten 250-Jahr-Feier. Blasmusik wie einst wird in den Gassen erklingen, viele Paare, jung und alt, in banatschwäbischer Tracht und zahlreiche Gäste aus dem Banat und Deutschland wird die Heimatgemeinde Sackelhausen/S²c²laz auf der Banater Heide (10 Kilometer westlich von Temeswar, derzeit 7200 Einwohnern) empfangen. An dieser Jubiläumsveranstaltung werden vor allem viele ehemalige Sackelhausener aus Reutlingen (Der Raum Reutlingen/Metzingen wurde für viele Sackelhausener zur zweiten Heimat, hier leben etwa 2000 Landsleute) dabei sein. Hauptorganisator der Feier ist auch die HOG Sackelhausen mit tatkräftiger Unterstützung der derzeitigen Gemeindeverwaltung. Laut Theresia Christine Neu, stellvertretende Bundesvorsitzende der Banater Schwaben Deutschland und Kreisverbandsvorsitzende der Banater Schwaben Reutlingen, gehören zu den Mitgestalter des Events die Original Donauschwäbische Blasmusik Reutlingen (Leiter Johann Frühwald), die Trachtengruppen Reutlingen und Singen, der Temeswarer Jugendtrachtenverein „Rosmarein“ (Leiterin Edith Singer) die „Warjascher Spatzen“ (Leitung Hansi Müller), die"Elefantenklasse" von der Temeswarer Lenauschule (Leiter Daniela Malanciuc und Hansi Müller). Zu den Ehrengästen zählen u.a. Rolf Maruhn, der deutsche Konsul in Temeswar, Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Banater Schwaben Deutschland, Harald Schlapanski, Vorsitzender der DBJT Deutschland, Dr. Johann Fernbach, Vorsitzender des DFDB (mit Sackelhausener Wurzeln), Martin Roos, Bischof der Diözese Temeswar, zahlreiche HOG- Vertreter , u.a. aus  Tschanad, Sanktanna, Bakowa,Schöndorf.

Zum Auftakt findet am Freitag, dem 29. Mai, um 10 Uhr, der große Umzug der Trachtenpaare in Begleitung der Blasmusik Reutlingen statt. Nach den traditionellen Einladungen des Bürgermeisters, den Ehrentänzen folgt der Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Nach den Kranzniederlegungen vor der Kirche wird ein von der Gemeinde gestifteter Obelisk zu Ehren der Gründer und der ehemaligen deutschen Dorfbewohner eingeweiht. Das Denkmal, zu dessen Verwirklichung Bürgermeister Ilie Toda{c² und der Gemeinderat einen wichtigen Beitrag geleistet haben, trägt eine Inschrift in deutscher und in rumänischer Sprache: „1765-2015: Deutsche Siedler und ihre Nachkommen haben Sackelhausen aufgebaut und als Banater Schwaben Brauchtum, Tradition und ihre Muttersprache gepflegt und bewahrt.“ Darauf wird im Kulturheim zweier großen Söhne der deutschen Gemeinschaft gedacht: Je eine Gedenktafel soll künftig an Ernst Kannengiesser und Egidius Haupt erinnern.

Anschließend folgt im Kulturheim in kurzen Sequenzen eine Vorführung des banatschwäbischen Brauchtums: Kirchweih, Kichweihsapruch, Vortanz und Tellertanz sowie die Vorführtänze der eingeladenen Tanzgruppen. Um 17 Uhr wird im Dorffriedhof den Toten gedacht. Für 20 Uhr ist im Kulturheim "ein Ball, so wie er früher war" angesagt, wobei auch alle Trachtengruppen mitmachen werden.

Am Sonntag, dem 31. Mai, lädt die Kommunalverwaltung Sackelhausen dann alle Teilnehmer und Gäste ab 16 Uhr zu der traditionellen rumänischen „Ruga“ ein. Dabei werden auch die Trachtengruppen aus Reutlingen und Singen sowie die Original Donauschwäbische Blasmusik Reutlingen auftreten.

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