6000 Gewerkschafter protestieren bei Dacia Mioveni

Es geht um den Bau der Autobahn Piteşti - Hermannstadt

Samstag, 18. April 2015

Bukarest  (Mediafax/ADZ) - 6000 Teilnehmer hatte die Gewerkschaft Donnerstag zu einer Kundgebung bei Dacia Mioveni aufgeboten, die sich lautstark für die vorrangige Errichtung der Autobahn Piteşti - Hermannstadt/Sibiu aussprachen. Der Regierung wurde vorgeworfen, dass sie dieses Projekt verzögere, das für den Abtransport der fertigen Automobile von Dacia äußerst wichtig seit. In diesem Sinne geht es den Gewerkschaften um die Bewahrung der Arbeitsplätze.Auch Änderungen im Arbeitsgesetzbuch wurden verlangt. Die Gewerkschaft drohte, dass sie zu radikalen Formen des Protestes übergehen werde, falls man ihre Forderungen nicht erfüllt. Dacia erzeugt jährlich 340.000 Fahrzeuge und dem  muss Rechnung getragen werden.

Transportminister Ioan Rus äußerte dazu, dass das Ganze auf einem Missverständnis beruhe und dass der Bau der  Autobahn Piteşti - Hermannstadt erste Priorität bleibe, man hoffe, diese Strecke bis 2020 fertigzustellen. So sei es im Masterplan vorgesehen.

Premier Victor Ponta, der einen Besuch in Kronstadt/Braşov unternahm, riet den Gewerkschaftsführern, sich zu beruhigen, wenn sie tatsächlich wollen, dass die Besitzer von Dacia die Produktion nicht nach Marokko verlegen. Im Dezember habe es eine Krise mit dem Unternehmer gegeben, man müsse also vernünftig vorgehen und nicht vergessen, dass Dacia Alternativen hat.

Kommentare zu diesem Artikel

johan breukhoven, 05.05 2015, 06:36
Warum eine ordentliche Ausschri\eibung?Wie kann mann da noch vernueftig Gelder abzweigen?Die Autobahnstrecke bei Arad ist noch immer nicht fertig,weil das Geld verschwunden ist.Ponta ist wirklich kein Licht,aber wer koennte das Licht sein hier, alle sind ein wenig zurueckgeblieben,
Udo, 21.04 2015, 21:41
Ja, die Autobahn sollte schnellstmöglich gebaut werden. Aber diesesmal mit einer vernünftigen Ausschreibung. Es darf nicht wieder der teuerste Autobahnkilometer weltweit gebaut werden. Außerdem sollte die Instandhaltung gesichert sein. Aber ob sich da so einige Politiker einig sind, wer wie viel in die eigene Tasche bekommt, oder wessen Firma zu begünstigen ist bleibt abzuwarten. Es soll jedenfalls bezüglich der Trassenführung in der Vergangenheit massive Landkäufe von Firmen und Privatleuten gegeben haben.
Manfred, 21.04 2015, 13:04
Hast recht,Helmut-ich bin ersetzbar!Wenn nicht ich die "kompetenteste und ehrlichste Regierung,welche Rumänien je hatte" kritisiere,wird es ein anderer tun!Ob Du einen Nachfolger findest?
Ottmar, 21.04 2015, 12:54
Helmut noch was Porsche und BMW Mitarbeiter haben in 2014 8400 EURO Einmal Prämie für gutes Arbeiten bekommen. Da ist die Prämie doppelt so viel wie ein Dacia Mitarbeiter Gehalt im ganzen Jahr bekommt. Außerdem der BMW Mitarbeiter bekommt in Deutschland ein Monatsgehalt von ca 4500 EURO wofür der Dacia Mitarbeiter ein Jahr lang arbeiten muss, das nennt man Sozialpolitik a la Kapitalismus. Mich wundert nur dass BMW und Porsche nicht in Rumänien fertigen. Dies wäre doch nur Konsequent nach Helmuts kommunistischer Logik. Die Manager von BMW und Porsche sind nach Helmut Meinung dann ganz schön blöd.
Ottmar, 21.04 2015, 11:19
Lieber Helmut, danke für deine Qualifizierte Beurteilung bezüglich meiner Person Deine Aussage über höhere Lohnkosten im Osten und der Rückzug kapitalistischer Betrieb aus dem Osten ist aber totaler Schmarrn oder Phrase eines Oberkommunisten der wirtschaftliche Zusammenhänge nicht begreift. Hättest du nämlich Recht was die hohen Lohnkosten betrifft, gäbe es in Deutschland keine einzige Autofabrik. Dacia geht nach Marokko weil der Transport von dort nach Frankreich Spanien Deutschland Mitteleuropa durch die dort vorhandene bessere Infrastruktur einfach günstiger ist. Das hat aber Ponta bei seiner gestohlenen Doktorarbeit und seinem Studium nicht begriffen. Anderes Beispiel, die Infrastruktur in Deutschland in Verbindung mit der Qualifikation ihrer Arbeiter ist so gut, dass Deutschland die kleinsten Lohnstückkosten bei der Fertigung von komplizierten Maschinen Autos … in Europa hat. Aber dazu gehört ein perfektes Autobahnnetz um die Zulieferung von Teilen optimal zu gestalten JIT oder auf Neudenglisch „just in time“ nennt man das. Bei der Eröffnung einer Filiale der Vilsbiburger Firma Dräxlmaier in Rumänien hat dieser Oberidiot und falsche Doktor Ponta doch schon wieder behauptet dass er die Autobahn Komarnik Brasov bauen lässt um ein logistischen Standortverteil für dieses Unternehmen zu haben und die Autobahn Pitesti-Sibiu nicht erwähnt Dieser Vollpfosten Ponta hat aber nicht erkannt dass in Bukarest gar kein Autowerk existiert. Codlea liegt westlich von Brasov und alle Autowerke die Dräxlmaier beliefert liegen noch westlicher z. B in Ungarn(Merzedes, Audi) , Slowakei(Porsche), Deutschland (BMW, Porsche, VW…) …. Es sollte also eine durchgehende Autobahn nach Westen gebaut werden und nicht nach Komarnik wo Pontas Familienclan di große Abzocke von EU-Steuergeldern betreibt. Die Kommunisten regieren mit teilweisen Unterbrechungen seit 25 Jahren Rumänien und bis jetzt nur 150 km Autobahn fertiggestellt. Deutschland hat in der gleichen Zeit 2000 km Autobahn im Osten Deutschlands gebaut. Das sollte man betrachten wenn man wirtschaftliche Aussagen hier verbreitet ohne eine Ahnung zu haben mein lieber Helmut.
Hanns, 21.04 2015, 09:12
Der Parteifunktionär Helmut hat uns wieder einmal erklärt wie das alles läuft! So wie seine Genossen duldet er keine andere Meinung.
Helmut, 21.04 2015, 01:59
@Manfred ...auch Du bist ersetzbar.Ob Ponta ersetzbar ist oder nicht entscheidet nicht ein Männlein aus Deutschland,sondern noch immer der/die rumänische WählerIn.
@Ottmar...Dich schützt hier auch nur die Anonymität,bist ein recht hinterhältiger und schmieriger Kerl.
@Sraffa.....die Sicherheit dieser Arbeitsplätze hängt aber nicht nur vom Bau der Autobahn ab. Die Eigentümer von Dacia spekulieren schon seit längerem mit einen langsamen,geordneten Rückzug,da die Lohnkosten etc.in Marokko für das Unternehmen einfach günstiger sind.Wir erleben fast jeden Tag,dass sich Unternehmen aus osteuropäischen Ländern zurückziehen,da sie in afrikanischen und asiatischen Billiglohnländern mehr Profit machen können.So ist eben der reine Kapitalismus.Die Augabe eines Regierungschef ist es aber alles zu versuchen um Betriebe im Lande zu halten und damit Arbeitsplätze zu sichern.Daher waren die mahnenden Worte von Ponta vollkommen richtig.Auch Gewerkschaftführer geben nicht immer ihren KollegenInnen die besten Ratschläge.Die Autobahn wird sicher gebaut werden,aber sie kommt auch nicht schneller ,wenn Gewerkschaftsführer mit radikalen Massnahmen drohen.Im Gegenteil,dann werden diese Arbeitsplätze sicher rasch verloren gehen.Diese Gewerkschaftsführer sollen sich lieber um soziale Leistungen etc. kümmern und einmal ihre eigenen Finanzen und bestimmte Privilegien gegenüber der Belegschaft offen legen.Aussagen von Beitragschreibern aus Deutschland sind in diesem Konflikt nicht hilfreich.
Sraffa, 19.04 2015, 00:34
Anstatt sich zu profilieren diskreditiert Ponta sich weiter bei seinem Stammpublikum; das sollte Konsequenzen haben wenn die PSD nachhaltig die Regierung stellen will. Insbesondere Autismus und Arroganz sind bemerkenswert !
Manfred, 18.04 2015, 12:52
Nicht nur Renault hat Alternativen,Herr Plagiator!Rumänien hat sie auch!Sie sind ersetzbar,Herr Ponta...
Ottmar, 18.04 2015, 10:57
Da hat jeder der 6000 Gewerkschafter tausendmal mehr Hirn als ein Ponta. Traurig dieses Rumänien. Aber wer nicht rechnen kann (Dreisatz) geht in Rumänien in die PSD. Dort rechnet sich nur der Einsatz wie kommt das Geld in meine Taschen. Siehe Verwirklichung der Autobahn Komarnik - Brasov, den der Ponta Clan angekündigt hat und wo Geld in Pontas Taschen fließt.

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