82-Jährige erfriert am Stadtrand

Vorher verließ sie unbehindert das Tractorul-Hospital

Montag, 09. März 2015

Kronstadt – Der Tod einer 82-Jährigen durch Erfrieren hinterlässt mehrere offene Fragen, die nun weitere Ermittlungen klären sollen. Die 82-Jährige  wurde zunächst ins Kronstädter Kreiskrankenhaus mit Atemproblemen und Herzversagen eingeliefert. Nachdem ihre Lage sich zu stabilisieren schien, entschied man Samstagmorgen beim Kreiskrankenhaus, sie für weitere ärztliche Analysen mit dem Rettungswagen ins Tractorul-Hospital zu transferieren. In dieser Zeit wurde die alte Frau von ihrer Tochter begleitet. Beim Tractorul-Hospital hieß es, die Patientin benötige zusätzliche Kleider für die Einlieferung. Die Tochter wollte diese in rund zwanzig Minuten beschaffen und ging nach Hause.

Diese Zeitspanne genügte, um ein Drama auszulösen. Die alte Frau wollte nach Hause und verweigerte die Internierung. Sie unterschrieb in diesem Sinne auch die entsprechende Unterlage. Nur in Schlafanzug und in Hauspantoffeln gekleidet soll sie von einer Krankenschwester zu einem Taxi begleitet worden sein. Die Alte behauptete, nach Hause nach Brăila fahren zu wollen. Der Taxifahrer weigerte sich, diese Kundin in seinen Wagen einsteigen zu lassen. Die Kranke entfernte sich vom Krankenhaus, kam aber auch nicht mehr zu ihrer Familie.

Trotz der Vermisstenanzeige bei der Polizei und den Hilfsappellen auf Facebook konnte die alte Dame nicht mehr lebend aufgefunden werden. Sie wurde Sonntagabend tot auf einem Feld am Stadtrand von Kronstadt/Braşov aufgefunden. Sie scheint durch Erfrieren gestorben zu sein.

Inzwischen versucht man beim Hospital zu klären, wie die alte Frau, ohne passende Kleidung, das Hospital verlassen konnte. Die Wachleute behaupten, der zuständige Notarzt habe das zugelassen. Eine Ärztin wies darauf hin, dass die Patientin zurechnungsfähig zu sein schien und ihren klaren Wunsch geäußert und auch schriftlich bestätigt habe, nach Hause zu gehen. Unter diesen Umständen sei es gesetzwidrig, jemanden mit Gewalt im Krankenhaus zu behalten.

Die Familie der Verstorbenen ist empört, dass die Mutter bzw. Großmutter unbeaufsichtigt gewesen war und das Krankenhaus verlassen konnte, obwohl sie in unter  ärztlicher Betreuung stand.

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