Abgeordneter Ovidiu Ganţ sprach vier Themen an

Treffen des Bildungsministers mit Abgeordneten der Minderheiten

Donnerstag, 14. Februar 2013

Bukarest (ADZ) - Vier Themen sprach der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganţ Dienstagmittag im Gespräch mit Bildungsminister Remus Pricopie an. Zu der Diskussion hatte die Fraktion der nationalen Minderheiten den Minister eingeladen. Da die Situation des deutschsprachigen Unterrichts komplexer ist als jene der anderen kleinen Minderheiten versprach der Minister, sich nochmals separat mit dem Repräsentanten der deutschen Minderheit zu treffen.

Schriftlich eingereicht hat Ganţ eine Protestnote gegen die Absicht des Generalschulinspektorats Arad, eine 9. Klasse mit deutscher Unterrichtssprache zu reduzieren. Es sei unverständlich, wieso deutschsprachige Klassen aufgelöst werden, wo die Erfolgsquoten beim Abitur zwischen 75 und 80 Prozent liegen, und Klassen an Schulen mit viel schlechteren Ergebnissen erhalten bleiben. Ganţ bat, man möge die Schulinspektoren verpflichten, das Unterrichtsgesetz zu lesen, in dem verankert ist, dass die Vertreter der Minderheiten konsultiert werden müssen, wenn man Klassen in einer Minderheitensprache auflöst. 

Gebeten hat der DFDR-Abgeordnete den Minister ferner, sich der Problematik der Einschreibungen in die 1. Klasse anzunehmen. Ob es zum Beispiel möglich ist, dass in Bukarest viel mehr Kinder einen deutschsprachigen Kindergarten absolvieren als in der Einschulungsklasse aufgenommen werden können. Ein drittes Anliegen waren die Schulbücher, einBereich in dem  Ganţ bat, die Überarbeitung der Curricula endlich zu beenden, um die angepassten Schulbücher erarbeiten zu können, die dann übersetzt werden müssen.

Ein viertes Thema waren Baumaßnahmen an deutschsprachigen Schulen. Akut ist die Lage in der Lenau-Schule in Temeswar/Timişoara und dem Ettinger-Lyzeum in Sathmar/Satu Mare, wobei in erstgenannter Schule der Unterricht in Internatsräumen abgehalten werden muss. Die deutschsprachigen Schulen sind in das Sanierungsprogramm aus Mitteln der Weltbank nicht einbezogen worden, Projekte zum Beantragen von EU-Mitteln sind abgelehnt worden, Investitionsmittel erhalten sie nicht, da es heißt, man müsse erst die begonnenen Projekte abschließen. Der DFDR-Abgeordnete bat, beim nächsten Auslandsdarlehen für Schulen, einen Teil auch für Baumaßnahmen an Schulen der Minderheiten vorzusehen.

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