Abschiedsbesuche in Hermannstadt

Botschafter Werner Hans Lauk beendet Ende des Jahres sein Mandat

Dienstag, 22. November 2016

Der Botschafter Werner Hans Lauk traf sich am Donnerstag mit der Leitung und den Mitgliedern des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen. Im Bild (v.l.n.r.): Jürgen Schmidt (DWS), Werner Hans Lauk, Judith Urban, Dr. Günter Lobin, Dr. Paul-Jürgen Porr (DFDR).
Foto: Vlad Popa

Hermannstadt – Mehrere Abschiedsbesuche unternahm vor Ende seines Mandates Ende Dezember der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, Werner Hans Lauk, Ende vergangener Woche in Hermannstadt/Sibiu.

Am Donnerstagabend traf sich der Botschafter in Begleitung der Hermannstädter Konsulin Judith Urban und des Vorsitzenden der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft Paderborn, Dr. Günter Lobin, mit Vertretern des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS). Der Botschafter drückte seine Freude darüber aus, vor seinem bevorstehenden Ruhestand noch einen letzten offiziellen Besuch in Hermannstadt und der Region unternehmen zu können. In einer kurzen Bilanz seiner dreieinhalbjährigen Tätigkeit in Rumänien hob der Botschafter die seit Jahren anhaltende positive Entwicklung der deutsch-rumänischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen hervor und die Rolle der rumäniendeutschen Investoren, welche ihren Anteil dazu beitragen, dass diese Partnerschaft mit Leben gefüllt wird.

Vor allem in Hermannstadt sei die Brückenfunktion der deutschen Minderheit in der Bildung und der Kultur von außerordentlicher Bedeutung, aber nicht nur in Hermannstadt, sondern auch in Deutschland sorgt eine gut integrierte rumänische Bevölkerung, die in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen steht, für gute bilaterale Beziehungen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir innerhalb der Europäischen Union von diesem Austausch gegenseitig leben und profitieren und Deutschland ist der Investitionsstandort Rumänien wichtig. Dementsprechend ist es in deutschem Interesse, dass die wirtschaftliche Entwicklung und die Gesellschaft hier prosperieren, dass sich stabile Verhältnisse entwickeln und weiterentwickeln indem die Vorherrschaft des Rechts, der Kampf gegen Korruption, das bessere Agieren staatlicher Verwaltung, die bessere Vorhersehbarkeit und Planbarkeit im Blick auf die staatliche Gesetzgebung gefördert werden“, so Werner Hans Lauk. Betreffend die bevorstehenden Parlamentswahlen sprach der Botschafter seine Hoffnung aus, dass nach dem 11. November sich die Kräfte durchsetzen werden, die Reform, Transparenz, eine faire Entwicklung, aber auch Solidität und Klarheit im Gesetzgebungsverfahren wollen. Seine Anerkennung sprach der Botschafter auch für die Tätigkeit des DWS und seiner Mitglieder vor Ort aus, ohne welche die guten bilateralen Beziehungen bei weitem nicht so gut wären wie sie sind.

Am Freitag unternahm der Botschafter auch einen Besuch im Hermannstädter Kreisrat, wo ihn die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean begrüßte. Das Gespräch umfasste hier besonders das Thema der dualen Ausbildung und ihrer Bedeutung aufgrund des Mangels an gut ausgebildeten Arbeitskräften im Produktionsbereich. Bei dieser Gelegenheit sprach die Kreisratsvorsitzende ihre Hoffnung aus, dass der Botschafter sich trotz Antritt seines Ruhestandes weiterhin für Hermannstadt und die Region einsetzen wird, auch im Hinblick auf das Jahr 2019 und die bevorstehenden Ereignisse im Rahmen des Projektes „Gastronomische Region Europas“.

Weitere Treffen und Gespräche fanden Ende der Woche mit der deutschsprachigen und rumänischen Presse, den Vertretern der Hermannstädter Brukenthalschule und der jüngst gegründeten Charlotte-Dietrich-Schule, der rumäniendeutschen Minderheit in Rumänien und Hermannstadt und anderen Einrichtungen statt, die in den vergangenen dreieinhalb Jahren Teil der Tätigkeit des Botschafters in Rumänien waren.

Kommentare zu diesem Artikel

HermnnGrimm, 22.11 2016, 09:17
Aufgabe eines deutschen Botschafters müßte sein die optimale Präsenz Deutshlands in Rumänien zu organisieren.
Nach meinen Beobachtungen seit Jahren in Siebenbürgen im Besonderen wäre es dringend veranlaßt wieder ein Generalkonsulat in Hermannstadt zu haben und gerade die Präsenz Deutschlands im Sommer bei den vielen Gemeindetreffen zu gewährleisten. Hier spart Deutshland an falscher Stelle.

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