Absturz des Malaysia-Jets löst höchste Besorgnis aus

Nationalität sämtlicher Opfer steht noch nicht fest

Freitag, 18. Juli 2014

Bukarest (ADZ) – Der Absturz eines Passagierjets der Malaysia Airlines über der Ostukraine hat in Rumänien für tiefe Bestürzung gesorgt. Das Auswärtige Amt richtete umgehend einen Krisenstab ein, um zu eruieren, ob sich am Bord der mutmaßlich von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossenen Maschine auch rumänische Bürger befanden. Wie das Außenministerium Freitagmittag bekannt gab, stand auf der Passagierliste des Flugs MH17 auch ein Rumäne mit doppelter Staatsbürgerschaft.

Staatschef Traian Băsescu zeigte sich am Donnerstag „konsterniert“ von der Flugzeugkatastrophe und forderte eine internationale Untersuchung, Premier Victor Ponta sprach von einer „Tragödie“.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft des Flughafens Schiphol befanden sich 298 Insassen an Bord der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Boeing 777, darunter 173 Niederländer, 27 Australier, 44 Malaysier (davon 15 Besatzungsmitglieder), 12 Indonesier, 9 Briten, 4 Deutsche, 4 Belgier, 3 Philippiner, ein Kanadier und ein Neuseeländer. Die Nationalität der restlichen Passagiere zunächst noch unklar.

Die heimische Fluggesellschaft TAROM teilte mit, die Ukraine ab sofort ganz zu umfliegen, einschließlich auf der Flugroute nach Moskau. Die Flugsicherungsbehörde Romatsa verlautete ihrerseits, für den absehbaren Anstieg des Luftverkehrs im rumänischen Luftraum nach dem Flugzeugdrama in der benachbarten Ukraine gewappnet zu sein.

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