Ackerboden in Rumänien noch immer sehr billig

Ausländer haben bisher 709.000 Hektar gekauft

Mittwoch, 23. November 2011

Foto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Landwirtschaftsminister Valeriu Tabără hat Montag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass die Landwirtschaftsfläche, die von Ausländern in Rumänien gekauft wurde, in diesem Jahr um zehn Prozent zugenommen hat. Insgesamt sind es 709.000 Hektar, gegenüber 635.000 Hektar im Jahr 2010. In Prozenten ausgedrückt handelt es sich um 8,5 Prozent der Agrarfläche des Landes.

Damit Ausländer Boden in Rumänien kaufen können, müssen natürliche Personen ihren Wohnsitz hier haben und Firmen müssen hier eingetragen sein. Den meisten Boden kauften mit 24,29 Prozent bisher Italiener, gefolgt von Deutschen mit 15,48 Prozent und schließlich Arabern mit 9,98 Prozent. Ackerflächen in Rumänien erworben haben aber auch Spanier (6,22 Prozent), Österreicher (6,13 Prozent) und Dänen (4,52 Prozent). Die Berechnung geht von den 709.000 Hektar aus.

Die aktivsten Käufer waren in letzter Zeit Bürger aus Ländern wie Irak, Libanon, Syrien, Saudiarabien und Iran. Demnach sind auch die Preise gestiegen: Wenn im vorigen Jahr – in günstigen Gegenden – ein Hektar für 1500 bis 2500 Euro verkauft wurde, so sind die Preise in diesem Jahr auf 4000 bis 5000 Euro pro Hektar gestiegen. Dabei hat Rumänien noch immer sehr niedrige Bodenpreise im Vergleich zum EU-Durchschnitt, wo für ein Hektar 10.000 bis 15.000 Euro bezahlt werden.

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