Adventsbasar der Frauenkreise

Handarbeiten, Lebkuchen, Spielsachen und mehr erneut im Überfluss

Mittwoch, 05. Dezember 2012

Die Qual der Wahl hatte man bei den schön verzierten Lebkuchen …

Der Tisch mit Basteleien des SOS-Kinderdorfs aus Heltau.
Fotos: Hannelore Baier

Hermannstadt - Für die Nachbarin hab ich ein Tischtuch gekauft, meine Freundin bat mich, sechs Lebkuchen mitzubringen und für den kleinen Jungen bei uns am Hof habe ich ein Spielzeug für Nikolaus erstanden. Stolz zeigt die Frau ihre Einkäufe, getätigt am Adventsbasar der Hermannstädter Handarbeitskreise. Traditionsgemäß fand er vor dem ersten Advent statt. Nicht am Samstag, dem Nationalfeiertag, sondern am Freitag, der heuer ebenfalls (für einige) arbeitsfrei war.
Am Adventsbasar ist alles vorhanden. Die Tische bogen sich vor Socken („aus guter deutscher Sockenwolle“, war zu lesen), Kappen, Handschuhen, Schals, Westen, Bettschuhen, Pullis, usw., alle selbst gestrickt oder gehäkelt. Auf stoffbespannten Holztafeln hingen gestickte Tischtücher und Servietten, viele mit weihnachtlichen Motiven.

Dazu gab es dann Weihnachtsdekoration im Überfluss. Gebastelt hatten sie Frauen aus den drei vorrangig von sächsischen Frauen besuchten Hermannstädter Handarbeitskreisen vom Huetplatz, Hippodrom und der Konradwiese, sowie dem Kreis der rumänischen Frauen, sowie jenem aus Neppendorf/Turnişor und Sächsisch-Regen/Reghin. Neben den sechs Frauen-Handarbeitskreisen stellten die Kinder des offenen Straßenkinderhauses, jene aus dem SOS Kinderdorf in Heltau/Cisnădie, sowie die sich wochentags in der Behindertenwerkstatt in der Fleischergasse/Str. Mitropoliei treffenden jungen Leute ihre Basteleien aus. Weihnachtskarten der Künstlerin Réka Schmidts wurden zugunsten der Repser Orgel angeboten – und waren im Nu weg. Ebenso rasch wurden die hübsch verzierten Lebkuchen verkauft. Allein, der in Stoffsäckchen abgefüllte Tee hatte diesmal weniger Abnehmer und von den ursprünglich 25 Knusperhäuschen, welche die evangelische Jugendgruppe gebacken und gebaut hatte, waren um 12 Uhr noch sechs unverkauft. Aber noch war der Basar nicht zu Ende.  
   
Renner des diesjährigen Basars war der 15-Minuten-Advent, d. h. das Teelicht, der Teebeutel, ein Lebkuchen und eine Adventsgeschichte, alles, um für 15 Minuten Advent zu genießen, zusammengestellt von den Frauen von der Konradwiese. Diese hatten unter dem Namen „Küchenzauber“ ein Heft mit Rezepten im Angebot, die Basarbesucher scheinen Koch- und Backbücher jedoch genug zu haben. Gut verkauft haben sich hingegen die aus Stoffresten genähten Einkaufstaschen des Handarbeitskreises vom Huetplatz. Dieser hatte übrigens einen Kleiderständer voll Kittelschürzen, Umhängen und Jacken im Angebot, alle nach dem Prinzip „aus Alt mach Neu“ genäht. Der Besuch des Adventsbasars gehört zum gesellschaftlichen Muss. Das stellt man Jahr für Jahr fest und jedes Jahr trifft man beim Bummel durch den Spiegelsaal oder den Clubraum oder beim Kaffee oder Tee und Kuchen im Atrium des Forumshauses wichtige Persönlichkeiten der evangelischen Kirche, des Deutschen Forums und vom Generalkonsulat. Selbst wer keine Geschenke fand und kaufte, legte also zumindest ein Plauderstündchen ein.   

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