Adventszeit in Hermannstadt, Bacău, Fogarasch und Reschitza

Donnerstag, 06. Dezember 2018

Adventsbasar in Hermannstadt
Großer Andrang herrschte auch heuer an den Verkaufsständen des Advents- und Weihnachtsbasars zahlreicher Handarbeits- und Frauenvereine aus Hermannstadt/Sibiu und Neppendorf/Turnișor, der am Dienstag, dem 4. Dezember, im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) stattfand. Weihnachtliche Dekorationsobjekte, gerahmte Bilder auf Wasserfarben-Basis, handgearbeitete Stoffgegenstände aller Art, unterschiedlichste Teesorten und natürlich Honiggebäck, von einfach verzierten Keksen bis hin zu kunstvoll hergestellten Lebkuchenhäuschen, läuteten die Vorbereitung auf das Christfest ein. Die Erzeugnisse des Basars trugen die Handschrift der evangelischen Nähkreise der Hermannstädter Wohnviertel Huetplatz, Konradwiese und Hippodrom, der Behindertenwerkstatt des Diakonischen Werks in der Fleischergasse/str. Mitropoliei und des Tageszentrums für Kinder „Offenes Haus“ der lokalen evangelischen Kirchengemeinde, sowie des Nähkreises der evangelischen Kirchengemeinde Neppendorf. - Klaus Philippi

 

Adventsfeier in Bacău

Vergangenen Sonntag traf sich das Zentrumsforum Bacău zur traditionellen Adventsfeier, die mit gemeinsam erlebten lebendigem Brauchtum den Zusammenhalt der deutschen Minderheit fördert. Die von Mihaela Brunhuber vorbereitete Kulturveranstaltung stand unter dem Motto „Advent“.

Nachdem Frau Brunhuber die Gäste begrüßt hatte, erzählte sie den Anwesenden zur weihnachtlichen Einstimmung über die religiöse Bedeutung des Advents und von verschiedenen deutschen Bräuchen in der Vorweihnachtszeit. Mihai Todasca, der Vorsitzende des Forums entzündete dann zum Abschluss des Vortrages feierlich die erste Kerze des Adventskranzes. Dem folgte die Tanzaufführung der Kindertanztruppe Allegria, unter der Leitung von Simona Baicu, mit neu eingeübten Tänzen. Iosef Bialy trug sein Adventsgedicht „Adventskranz“ vor.
Zur Erinnerung an die Uraufführung von „Stille Nacht“ vor 200 Jahren spielte Sophia Brunhuber neben andern Liedern das berühmteste Weihnachtslied der Welt auf dem Klavier. Ihr folgten Carina Bulea und Vlad Weissmann mit Weihnachtsgedichten. Mit einer kleinen Nikolausbescherung erfreute Mihaela Brunhuber die jüngsten Mitglieder und Aktiven. Mihai Todasca sang am Klavier danach Weihnachtslieder.
George (Nae) und Carmen Sarbu überraschten das Publikum mit stimmungsvollen A-capella-Weihnachtsliedern und Musikstücken. Im Anschluss stimmte die Tanzgruppe „Zwei mal Zwei“ mit deutschen Weihnachtsliedern die Zuhörer auf die Vorweihnachtszeit ein. Der Vorsitzende wies am Ende der Veranstaltung auf die erfreuliche Mitgliederentwicklung im Zentrumsforum Bac˛u hin und bedankte sich nicht zuletzt bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden mit der gelungenen und stimmungsvollen Veranstaltung. - Ulrich Brunhuber


Adventskonzert in Fogarasch
Zum ersten Sonntag im Advent hatte sich die evangelische Gemeinde in Fogarasch ein ehrgeiziges Konzertprogramm vorgenommen. Zusammen mit einem Projektchor sang der Chor der Kirchengemeinde zwei Werke wenig bekannter Komponisten, die die Kantorin, Christiane Neubert, entdeckt hatte. Das Ergebnis hat die Mühe gelohnt. Neben einem kleinen Adventsmusical des Pfarrers und Musikers Ulrich Gohl, bei dem vor allem die Jugendlichen aus den beiden Chören mit einzelnen Aktionen solistisch auftraten, wurde das gesamte Ensemble anschließend im Weihnachtsoratorium des Brahms-Zeitgenossen Heinrich von Herzogenberg mehrstimmig und wieder solistisch gefordert. Dank guter Vorbereitung, nicht zuletzt durch eine dreitägige Probenzeit im idyllischen Seligstadt, hatte das Publikum in der gut gefüllten Fogarascher Kirche ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Das wurde noch unterstützt durch das Kammerorchester des Musiklyzeums "Tudor Ciortea" aus Kronstadt. Die jungen Streicher begleiteten sicher beim Herzogenberg‘schen Weihnachtsoratorium und trugen zusätzlich zur jahreszeitlich passenden Stimmung bei mit dem Arrangement eines Winter- und Weihnachtsmusicals und ganz besonders mit dem Violinkonzert „Der Winter“ aus den „Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Hier stand vor allem die junge Solistin Izabela Dicu im Mittelpunkt, die souverän und im raschen Tempo mit ihrem Können beeindruckte, sicher begleitet von ihren jungen Kollegen und geführt von ihrer Dirigentin, Izabella Brașoveanu. Das Konzert endete, wie es begann: mit einem Weihnachtslied, und der Applaus war lang und herzlich.
Ein solches Konzert erfordert einen hohen Aufwand, der trotz des enormen eigenen Engagements der Protagonisten nur möglich ist mit finanzieller Unterstützung. Deshalb gilt der Dank an dieser Stelle dem Departement für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung, vertreten durch das Demokratische Forum der Deutschen in Siebenbürgen, das die Probentage in Seligstadt möglich gemacht hat, ebenso wie der Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Konzert in der Evangelischen Kirche in Fogarasch wurde außerdem unterstützt durch den Rat der Stadt Fogarasch als Teil der Feierlichkeiten zur Vereinigung Rumäniens vor einhundert Jahren. - Elisabeth Deckers


Adventszeit im Reschitzaer Altenheim
Es ist schon zur Tradition geworden, dass die Mitglieder des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen und des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ jedes Jahr vor Weihnachten das Altenheim in Reschitza besuchen. Am 3. Dezember hat die unermüdliche Elfriede Chwoika 170 Pakete mit Süßigkeiten vorbereitet, alles aus Spenden der großzügigen Berglanddeutschen. Dazu die Liste mit diesen Spendern: Gerda Chladny, Elfriede Chwoika, Brigitte Cristea, Lucian Duca, Doina Gassenheimer, Gustav Hlinka, Josefine Massak, Herta Nicodim, Leontine Perian, Charlotte Cristina Rîca, Terezia Slovig und Hilde Stănescu.
Wir wurden von Direktor Mirel Sabo empfangen und in den Festsaal geführt. Die Bewohner des Altenheims haben uns schon mit Freude im Festsaal erwartet. Nach seinem Grußwort folgte Dr. Ing. Christian Paul Chioncel, stellvertretender Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, der das Programm präsentierte: auch dieses Jahr haben wir ein kleines Kulturprogramm vorbereitet. Die kleine deutsche „Enzian“-Volkstanzgruppe, geleitet von Marianne und Nelu Florea, hat das Programm eröffnet, es folgten die Gruppe „Intermezzo“ und Vincenzo Cerra, die Weihnachtslieder in Rumänisch, Deutsch und Italienisch gesungen haben. Am Ende des Programms hat Direktor Mirel Sabo vorgeschlagen, dass alle Anwesenden „O, ce veste minunat˛“ singen sollen. Alle machten mit und es war wunderschön!
Man konnte auf den Gesichtern der Leute ein Strahlen, ein Leuchten, sehen, aber auch einige Tränen; Tränen von Glück, oder von Traurigkeit, wer kann das wissen? Die Bewohner des Altenheims haben uns reichlich mit Applaus belohnt. Die Kinder der Tanzgruppe wurden mit Süßigkeiten und Orangen beschenkt.
Der Transport wurde mit Hilfe von Dan Stănescu und Udo Kilvanya bewerkstelligt. Wenn es Gesundheit und Großzügigkeit erlauben, treffen wir uns sicher auch im Jahr 2019. Es freut uns, dass wir ein Lächeln auf die Gesichter dieser Menschen bringen konnten. - Charlotte Cristina Rîca



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