Ärzte bereichern sich am Geld der Krebskranken

Donnerstag, 22. Mai 2014

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Staatsanwaltschaft hat Dienstag 26 Hausdurchsuchungen in Bukarest, Hermannstadt/Sibiu und in den Kreisen Dolj und Ilfov durchgeführt, um eine Betrugsaffäre mit Krebsmedikamenten aufzudecken. Im Bukarester Fundeni-Institut werden drei Ärztinnen verdächtigt, dass sie 1100 gefälschte Rezepte für die teuren Krebsmedikamente ausgestellt haben, was zu einem Schaden von 3,5 Millionen Euro geführt hat. Teil des Betrügerrings war das Apothekennetz „Reţeta“, das die Rezepte annahm und die Summen bei der Krankenkasse verrechnen ließ. So werden außer den Ärzten noch sieben Personen des Betrugs, der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche beschuldigt. Bei den Ärzten zu Hause wurden Riesensummen in bar gefunden.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 22.05 2014, 14:49
Ärzte sind in Rumänien chronisch unterbezahlt. Eigentlich hat jeder eine Verdienstmedaille verdient, der im Lande bleibt, in den versifften und baufälligen Spitälern einen harten Dienst macht und sich mit 400 Euro zufrieden gibt und nicht in den Westen geht, wo er mindestens 2000 oder mehr verdient. Nicht alle von den Dagebliebenen machen das nur aus christlicher Nächstenliebe, ein paar wenige versuchen sich das mikrige Staatsgehalt halt mit Schmeckerie aufzubessern. Der Fehler liegt aber im System.
Manfred, 22.05 2014, 13:48
Und der ehrliche Arzt schaut wieder in die Röhre und überlegt sich,wohin er auswandert...
Hanns, 22.05 2014, 11:01
Es ist schon richtig dass die Medikamente die Krankenkasse zahlt! Aber, Sraffa, woher hat die Krankenkasse das Geld dafür? Das Geld kommt vom rumänischen Bürger, der in die Krankenkasse einzahlt (mittels der Sozialversicherung). Daher wurden hier ganz eindeutig die rumänische Bürger und somit vor allem die Kranken bestohlen.
Sraffa, 22.05 2014, 04:32
Der Titel des Artikels suggeriert daß die Kranken die Medikamente selber zahlen müssen; das bezweifele ich. Vermutlich war dies ein Betrug zu Lasten einer Versicherungskasse.

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