Ärzte entweder im Staats- oder im Privatsektor tätig

Staatssekretär Arafat fordert Gesetzesänderungen

Dienstag, 10. April 2018

Raed Arafat Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Der Leiter der Behörde für Notsituationen (DSU), Raed Arafat, will Ärzte künftig nicht mehr sowohl im Staats- als auch im privaten Sektor beschäftigt sehen. Zurzeit käme nämlich nicht mehr das Interesse des Patienten, sondern zumeist jenes des Arztes zum Tragen, weshalb Gesetzesänderungen dringend nötig seien, so Arafat.

Wie der Staatssekretär jüngst der Presse erläuterte, erweist sich die „Loyalität“ des Arztes gegenüber dem Arbeitsplatz nur allzu oft als geteilt; viele Ärzte würden ihre Patienten zwischen staatlichen und privaten Kliniken, Labors oder Reha-Zentren regelrecht „pendeln“ lassen, um abzusahnen – was „zutiefst missbräuchlich“ sei. Gegenwärtig finde im heimischen Gesundheitssystem eine „Abzocke“ statt, Ärzte würden Patienten nur allzu oft zu diversen Zahlungen zwingen, ohne „deren finanzielle Möglichkeiten und Probleme“ in Betracht zu ziehen.

Arafat zufolge ist es nun, nach den Lohnsteigerungen im staatlichen Gesundheitssystem, an der Zeit, auch weitere Maßnahmen in diesem Bereich zu überlegen – darunter vorrangig auch das Verbot einer simultaten Beschäftigung von Ärzten im Staats- sowie im Privatsektor.

Kommentare zu diesem Artikel

Jens, 10.04 2018, 16:59
Puh, das dauert dann ja Jahre bis sich die Gruppen wieder gebildet haben um das System halt über mehrere Ärzte weiterzuführen. (das war ironisch gemeint)
Der Mann hat recht, nur Gehaltserhöhungen helfen nicht. Auch z.B. die Pharmakonzerne gehören in Ketten gelegt. Oder kann mir jemand die Dichte des Apothekennetzes erklären? Mit dem freien Markt dürfte das nicht funktionieren.

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