Aktienmarkt dreht leicht ins Plus, Alro überrascht Anleger mit geänderten Spielregeln

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 17. Juli 2018

Nach einer längeren Zeit der Kursrückgänge raffte sich die Bukarester Börse in der vergangenen Woche wieder etwas auf. Zwar legte der Hauptindex BET auf Wochensicht 1,25 Prozent zu, doch das reichte nicht, um die 8000-Punkte-Marke wieder zu überschreiten. So blieb der BET bei 7933,45 weiter unter dieser Schwelle. Ebenso konnten auch der Finanzwerte-Index BET-FI und der ROTX nicht zu alten Ständen zurückkehren. Ersterer legte auf Wochensicht 0,46 Prozent zu und schloss bei 37.821,58 Punkten, Letzterer bei 16.366,35 Zählern dank eines Plus‘ von 1,34 Prozent. Der Energiewerte-Index schließlich bildete das Schlusslicht unter den Indizes wegen eines Zuwachses von nur 0,14 Prozent auf 639,31 Punkte. Dies war wohl auch der enttäuschenden Entwicklung der Electrica-Aktien (EL, 9,1 Lei, ISIN ROELECACNOR5) zu verdanken. Die haben auf Wochensicht zwar nur 2,67 Prozent verloren, doch schrammten die Aktien in der vergangenen Woche am niedrigsten Preis seit der Listung 2014 von 9,08 Lei nur knapp vorbei.

Höhere Umsätze

Der Umsatz verbesserte sich insgesamt um knapp 25 Prozent auf Wochensicht. 137,73 Millionen Lei (29,56 Millionen Euro) betrug der Gesamtumsatz in der vergangenen Woche, das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 27,54 Millionen Lei (5,9 Millionen Euro). Der Aufstieg war vor allem einem Kaufangebot der Investmentgesellschaft SIF Moldova (SIF2, 1,372 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) zu verdanken. Das Angebot belief sich auf 11 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 1,818 Lei, also insgesamt 19,99 Millionen Lei und machte somit 31,9 Prozent des Tagesumsatzes aus. Das Angebot lag satte 28,2 Prozent über dem Aktienpreis vom Vortag. Auf Wochensicht verlor die Aktie 0,86 Prozent an Wert.

Mehr Aktien mit Verlusten

Die Marktkapitalisierung war auf Wochensicht weiterhin rückläufig. Der Wert aller gehandelten Aktien ging um 0,63 Prozent zurück, von 162,12 Milliarden Lei (34,8 Milliarden Euro) auf 161,1 Milliarden Lei (34,57 Milliarden Euro). Tatsächlich standen den 35 Emittenten mit Kursverlusten nur 21 Emittenten gegenüber, die Kursgewinn verzeichneten. Die höchsten Kurssprünge verzeichnete der Energieerzeuger Amonil (AMO, 0,004 Lei, ISIN ROAMOIACNOR7) mit einem Wochenplus von 14,3 Prozent, gefolgt von dem Förder-unternehmen Dafora (DAFR, 0,0166 Lei, ISIN RODAFRACNOR5) mit einem Plus von 10,7 Prozent. Verlierer der Woche waren vor allem Petrolexportimport (PEI, 3,32 Lei, ISIN ROPEIMACNOR6) und Farmaceutica Remedia (RMAH, 0,37 Lei, ISIN RORMAHACNOR2), die 14,9 Prozent beziehungsweise 11,06 Prozent an Wert verloren.

Alro überrascht Anleger

Der Aluminiumerzeuger Alro Slatina (ALR, 3,52 Lei, ISIN ROALROACNOR0) überraschte die Anleger mit mehreren Änderungen des Prospekts zum Verkauf von Aktien. Am vergangenen Donnerstag beschloss der Emittent, das Angebot bis auf den 19. Juli zu verlängern. Überraschender war aber die Herabsetzung des Höchstpreises und die Einführung einer Preisspanne, zu der die 383.791.140 angebotenen Aktien gezeichnet werden können. Statt der ursprünglich vorgesehenen maximal 6,18 Lei je Aktie, sollten diese nun für 3,5 bis 4 Lei verkauft werden. Das hatte zur Folge, dass zahlreiche Kleinanleger ihre Zeichnungen am vergangenen Freitag zurückgezogen haben, sodass sich der gesamte gezeichnete Betrag auf etwa 19 Millionen Lei fast halbiert hat. Dabei können Kleinanleger mit einem Rabatt von sieben Prozent rechnen, der bis zum Abschluss des Angebots gilt. Sonst sind solche Abschläge zeitlich gestaffelt, um Anleger zur schnellen Zeichnung zu bewegen. Allerdings erwarten Makler nun stärkeres Interesse seitens Kleinanleger in den verbliebenen Tagen bis zum Ablauf des Angebots.

Devisen

Die europäische Gemeinschaftswährung verlor erneut etwas an Wert gegenüber dem rumänischen Leu, aufgrund auch einer momentanen Schwäche des Euro an den internationalen Märkten. Das kaum wahrnehmbare Minus von 0,058 Prozent drückte den Euro immerhin unter die 4,66-Lei-Marke. Am gestrigen Montag startete der Euro demnach bei 4,6589 Lei in die neue Woche. Der US-Dollar hingegen legte kräftiger zu. Das Wochenplus von 0,61 Prozent hievte die nordamerikanische Währung wieder über die 4-Lei-Marke, die sie vor zwei Wochen verlassen hatte. Ein US-Dollar kostete gestern 4,0064 Lei.

 

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