Aktienmarkt erholt sich noch einmal kurz vor Jahresende

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der rumänische Aktienmarkt startete mit Verlusten in die letzte volle Handelswoche dieses Jahres. Die Kursverluste der Indizes reichte bis 1,2 Prozent im Falle des Finanzwerte-Index BET-FI. Insgesamt folgte die Börse dem Abwärtstrend der internationalen Finanzmärkte. Sie litten Anfang dieser Woche besonders stark unter dem fallenden Erdölpreis. Nach wie vor beruht ein Großteil des Umsatzes mit Aktien auf dem Handel mit FP-Papieren (FP, 0,8785 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5). Der Pessimismus sollte noch bis Donnerstag anhalten. Vor dem Hintergrund der Sorgen um die russische Wirtschaft und den Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in der Region, registrierte der rumänische Aktienmarkt Tagesumsätze unter 10 Millionen Euro.

Erst am Donnerstag gab es einen Sprung nach vorne: Umsätze und Indizes verzeichneten satte Zuwächse. Der Umsatz am Donnerstag und am Freitag lag jeweils über der 10-Millionen-Euro-Marke. Nach Verlusten zwischen 0,37 und 1,95 Prozent, raffte sich der Markt wieder auf und schloss am Donnerstag mit Kurszuwächsen zwischen 1,25 Prozent (BET-FI) und 3,12 Prozent (BET-NG). Auf Wochensicht rettete dieser Sprung die Indizes – bis auf den Finanzwerte-Index BET-FI schlossen alle Kennziffern im Plus. Allen voran der Markt-Leitindex BET, der einen Zuwachs von 2,2 Prozent verbuchte. Wertmäßig konnte nur der BETPlus punkten, er kletterte mit einem Wochenplus von 1,86 Prozent wieder über die 1000-Punkte-Marke.

Achtzehn Emittenten schlossen im Plus in der vergangenen Handelswoche. Eine besondere Performance legte die Banca Transilvania hin (TLV, 1,775 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), die auf Wochensicht ein Kursplus von 8,56 Prozent verzeichnete. Bei einem Schlusskurs von 1,775 Lei pro Aktie lagen diese Papiere auf halbem Weg zwischen dem 52-Wochen-Tiefst- und -Höchstpreis. Die Bank profitiert mit einer leichten Verspätung von der angekündigten Übernahme der rumänischen Volksbanktochter. Am Mittwoch hatte das Management eine klärende Pressekonferenz abgehalten, in der Näheres zur Übernahme mitgeteilt worden war. Analysten sehen nicht zuletzt eine positive Trendwende an den rumänischen Finanzmärkten.

Zu den großen Verlierern der Woche zählten vor allem Maschinenhersteller. Uztel (UZT, 3,27 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5) und Mecanică Fină (MECF, 0,09 Lei, ISIN ROMECFACNOR0) verloren zweistellig, ebenso der Baustoffe-Hersteller Cemacon (CEON, 0,29 Lei, ISIN ROCEONACNOR0). Hier wirkte sich anscheinend ein Ausverkauf nachteilig auf den Kurs aus. Ein finnischer Investmentfonds hatte sich in den vergangenen Wochen in den Klausenburger Baukeramikspezialist eingekauft. Nun hält der Fonds fast 40 Prozent am rumänischen Unternehmen. Doch nach zwei Wochen, in denen die CEON-Aktien die Hälfte des Wertes einbüßten, scheinen sich die Aktien zu erholen.

Rasdaq

Im Endspurt legte der Sekundärmarkt noch ein paar ordentliche Tagesumsätze hin. Zweimal sprang der Zeiger über die 1-Million-Lei-Marke, im Durchschnitt wurden in der vergangenen Handelswoche täglich 0,14 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt. Es waren auch einige Sonderdeals dabei. Doch den Hauptindex Rasdaq-C freute es, er machte in der vergangene Woche eine leichte U-Bewegung durch. Zunächst drückte die allgemeine schlechte Stimmung auch den Sekundärmarkt-Index, bis dieser sich am Donnerstag erholte. Doch das war nicht genug, auf Wochensicht verlor der Rasdaq-C 1,65 Prozent.

Devisen

Der Druck auf den rumänischen Leu nahm zu in der vergangenen Woche. Die rumänische Landeswährung verlor sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem US-Dollar an Wert. Zweifelsohne wurde der Leu in den Sog der rasanten Abwertung der russischen Rubel hineingezogen. Mit einem Wochengewinn von 1,6 Prozent zeigte der US-Dollar wieder seine ganze Stärke, auch gegenüber dem Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung legte 0,23 Prozent gegenüber dem Leu zu. Am Montag kostete ein Euro 4,475 Lei, während ein US-Dollar mit 3,6474 bewertet wurde.

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