Aktienmarkt schließt erneut im Minus, kein klarer Trend ersichtlich

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 05. Februar 2013

Der Abwärtstrend der Bukarester Wertpapierbörse BVB setzte sich auch in der vergangenen Woche fort, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in der Woche zuvor. Der Tagesumsatz stieg leicht von umgerechnet 5,1 auf 5,4 Millionen Euro an, die Marktkapitalisierung fiel nur ganz leicht auf einen Durchschnitt von 23,3 Milliarden Euro (23,4 Milliarden Euro in der Vorwoche).

Dafür war mehr los auf dem Anleihenmarkt. In der vergangenen Woche wurden mit Anleihen im Durchschnitt 0,17 Millionen Euro umgesetzt. In der Woche zuvor waren es noch 0,07 Millionen Euro gewesen. Insgesamt aber war auch in dieser Woche kein klarer Trend zu sehen.

Indizes und Aktien

Der Markt verlor in der vergangenen Woche weitere 0,4 Prozent, zu den bereits in der Vorwoche verlorenen 1,8 Prozent. Der Hauptindex BET-C fiel somit, gegenüber dem Vorfreitag tiefer in Richtung 3000-Punkte-Marke. Über die Woche hatte der Index diese psychologische Grenze sogar unterschritten. Doch am vergangenen Freitag erlebte der Markt ein Comeback. Er stieg um 2 Prozent, doch das konnte die Verluste der Vortage nicht ganz wettmachen.

Der Finanzwerte-Index BET-FI drehte nach einer guten Vorwoche – als einziger Index, übrigens – nun auch ins Minus. Auf das leichte Plus der Vorwoche folgte ein Minus von 0,11 Prozent. Nicht viel, doch genug, um den Index unter die 27.000-Punkte-Marke zu drücken. Dabei gab es durchaus positive Entwicklungen unter den BET-FI-Aktien. Vor allem der Fonds Proprietatea (FP, 0,5995 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) – von Anlegern auch in der vergangenen Woche regelrecht gejagt – konnte überzeugen. Bei dem aktuellen Kurs von knapp 0,6 Lei bewegen sich die FP-Papiere um das 52-Wochen-Hoch von 0,61 Lei.

Zwar verlangsamte der Energiewerte-Index BET-NG seinen Verfall seit der Vorwoche von minus 2,4 Prozent auf minus 0,8 Prozent und entfernt sich so immer mehr von der psychologischen Grenze von 700 Punkten. Dabei gibt es zwei Emittenten in diesem Index, die besonders gut performten in der vergangenen Woche: Condmag (COMI, 0,112 Lei, ISIN ROCOMIACNOR3) und Energopetrol (ENP, Lei, 1,04 ISIN ROENPCACNOR7) schlossen die Woche mit einem zweistelligen Kursplus. Doch ihre Gewichtung im NET-NG-Index ist zu niedrig, als dass sie den Indexverlauf maßgeblich beeinflussen könnte. Da wog wohl der Verlust bei Transgaz (TGN, 212,2 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) von 1,3 Prozent und bei Petrom (SNP, 0,4487 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) von 2,4 Prozent doch stärker.

Dabei gibt es bei diesen beiden Aktien durchaus noch Luft nach oben. Aufgrund der jüngsten Änderungen des Steuerrechts dürfte die Sonderbesteuerung von Zusatzgewinnen die Ergebnisse belasten. Doch für SNP-Aktien gibt es Kaufempfehlungen und Transgaz soll in diesem Jahr weiter teilprivatisiert werden.

Oltchim-Aktien (OLT, 0,307 Lei, ISIN ROOLTCACNOR2) erhielten noch einmal so etwas wie einen Gnadenschuss: Die Aktien verloren auf Wochensicht noch einmal 25 Prozent, bevor sie wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Problembetrieb vom Handel suspendiert wurden. Der Star der Vorwoche, die Aktien des Hersteller von Elektrogeräten Electroarges SA (ELGS, 0,7 Lei, ISIN ROELGSACNOR6) legten aufgrund von Spekulationen nochmal 38 Prozent zu, nach einem Plus von 14 Prozent in der Vorwoche.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq erlebte einen regelrechten Run, im Vergleich zur Vorwoche. Sonderdeals und reguläre Deals stützten den Umsatz am Freien Markt, der in der vergangenen Woche zu einem Durchschnitt von 0,4 Millionen Euro aufstieß. In der Woche zuvor hatte er noch bei 0,13 Millionen Euro gelegen. Auch der Hauptindex Rasdaq-C konnte profitieren, er legte auf Wochensicht 0,05 Prozent zu, im Vergleich zum Stand vom Montag sogar 0,35 Prozent.

Devisen

Marktanalysten zufolge wurde die rumänische Währung in der vergangenen Woche durch die Kapitaleingänge ausländischer Investoren gestützt. Im Vergleich zum Vorfreitag verlor der Leu gegenüber dem Euro noch 0,37 Prozent, doch auf den vergangenen Montag konnte er sich gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung um 0,24 Prozent aufwerten. Gegenüber dem US-Dollar konnte der Leu sogar 1,4 Prozent aufholen. Am vergangenen Montag kostete ein US-Dollar 3,2033 Lei und ein Euro 4,3771 Lei.

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