ALDE schlägt offiziell Tăriceanu als Premier vor

Liviu Dragnea: Er muss vorher die Wahlen gewinnen

Dienstag, 22. November 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Leitung der ALDE hat am Wochenende ihren Co-Vorsitzenden Călin Popescu Tăriceanu als Anwärter für das Amt des Premierministers vorgeschlagen. Tăriceanu, der zwischen 2004 und 2008 Premier war und gegenwärtig Präsident des Senats ist, hatte diesen Wunsch selber schon öfters geäußert. Auch die Bürger hätten ihn darauf angesprochen.

Schwierigkeiten ergeben sich aus der Ankündigung von Präsident Klaus Johannis, dass er keinen Politiker zum Premier ernennen würde, der Probleme mit der Justiz hat. Nun steht Tăriceanu aber unter Anklage wegen Falschaussage und Begünstigung des Täters in der Sache der Rückerstattung einer Farm in Băneasa und eines Teils des Waldes von Snagov.

Alina Gorghiu, die Vorsitzende der PNL, äußerte auf einer Wahlveranstaltung in Vaslui, dass schon ein Teil in der ALDE gegen Tăriceanu sei und dass Tăriceanu ohnedies nur der PSD diene.(Dies im Kontext, da sich beide Parteien um die gleiche Wählerschaft bemühen.) So wurde die Reaktion des PSD-Vorsitzenden Liviu Dragnea auf die Ankündigung von Tăriceanu erwartet. Dieser sagte, dass Tăriceanu berechtigt sei, Ansprüche zu stellen, wenn er die Wahlen gewinnt. Bis dahin würden die beiden Parteien, die Bündnispartner sind, jede gesondert ihren Wahlkampf betreiben und versuchen, durch ihr Programm die Bürger zu überzeugen. Die PSD wird weiterhin vorläufig keinen Premier benennen.

Kommentare zu diesem Artikel

Linares, 22.11 2016, 18:39
Sie haben wollkommen recht, Kritiker, Tariceanu ist eine ueble Figur und hat in seiner Zeit als (inkompetenter) Premierminister die Oekonomie innerhalb von 2 Jahren komplett an die Wand gefahren. DAS sollten die Waehler, neben seinen Bemuehungen, die DNA auszuhebeln und die Jutsiz unter politische Kontrolle zu stellen, im Kopf behalten.
Kritiker, 22.11 2016, 12:54
Diese Gauner sind überhaupt nicht lernfähig! Verurteilte und Strafverfolgte haben in politischen Führungspositionen nichts verloren - auch nicht in Rumänien. Leider Gottes sind aber auch die Rumänen nicht wirklich lernfähig, weil wahrscheinlich einige Verwirrte diesen Gauner (und auch andere dieser Sorte) wieder wählen werden.

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