Alle Kirchenglieder angesprochen

Gemeindebrief „Lebensräume in der Honterusgemeinde“ vor Ostern zugestellt / Bildlicher Rückblick auf den Kirchentag, der das Stadtpfarramt im Vorjahr zusätzlich besonders beanspruchte

Freitag, 20. April 2018

Rund 1000 Teilnehmer beteiligten sich an dem Kirchentag 2017, der vom 29. September bis 1. Oktober in Kronstadt ausgetragen worden ist.

Während der Kirchentages 2017, an dem sich zahlreiche in- und ausländische Gäste beteiligten, fanden auch rege Gespräche statt. Am Honterushof trafen Stadtpfarrer Christian Plajer (l.) mit Herta Daniel, Bundesvorsitzende der Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. und Rainer Lehni, Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Zeiden in Deutschland zu einem Meinungsaustausch zusammen.

Der Kirchentag der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien war auch eine ökumenische Veranstaltung. Daran beteiligten sich Geistliche und Mitglieder anderer Konfessionen. Vertreten war die griechisch-katholische Kirche dabei durch deren Kronstädter Stadtpfarrer Flavius Florea (r.) und Pfarrer Emil Moldovan.

Gastgeber des Kirchentages, der dem 500-jährigen Jubiläum der Reformation gewidmet wurde, waren auch die evangelischen Kirchengemeinden aus dem Burzenland. Abgeschlossen wurde der Kirchentag am Nachmittag des 1. Oktober 2017 in der evangelischen Kirche von Bartholomae, wobei Bischof Reinhart Guib seinen Dank an die Organisatoren und Teilnehmer aussprach.
Fotos: Dieter Drotleff

Unter der Redaktion von Frank-Thomas Ziegler, Leiter des Bereichs Schwarze Kirche ist kurz vor Ostern die 36. Ausgabe des Gemeindebriefes „Lebensräume in der Honterusgemeinde“ erschienen und konnte an die Gemeindeglieder geschickt werden. Innerhalb der 62 Seiten umfassenden Publikation findet man zahlreiche geistliche Materialien und nützliche Informationen. Darunter zwei Essays und ein Interview, das der Herausgeber mit Prof. Dr. Stefan Tobler, Professor für Systematische Theologie an der Hochschule für Evangelische Theologie in Hermannstadt, Leiter des Instituts für Ökumenische Forschung geführt hat, in denen der Frage, was mit der Wiederkehr Christi und den Folgen gemeint sein könnte, nachgegangen wird. In dem Gespräch betont der renommierte Theologe u. a.: „An der Lehre von der Wiederkunft Christi ist eines wichtig: die Glaubensaussage, dass Gott in Christus der Herr dieser Welt ist, und dass unsere Geschichte und unser leiblich-materielles Dasein nur ein Vorletztes ist, das von einem Letzten umfangen wird: dem göttlichen Heilsplan der Gerechtigkeit, Heilung und Versöhnung. Der Einbruch dieses Letzten kann man sich zeitlich-geschichtlich vorstellen, als Ende der Welt, in der wir leben; oder man kann es sich als Dimension vorstellen, von der unser Leben immer schon durchdrungen und getragen ist: als Gegenwart des Auferstandenen (und somit des Letztgültigen) mitten in dieser Welt (dem Vorläufigen, Vergänglichen). Beide Perspektiven sind biblisch begründet und ergänzen sich. Beide wollen uns dazu befreien und ermächtigen, im Hier und Jetzt zu leben und doch von diesem Hier und Jetzt nicht erdrückt zu werden.“

In diesem Kontext sind auch die Beiträge von Vikar Benedikt Jetter und Vikarin Katharina Ende unter dem Titel „Christliche Hoffnung“, und „Schöpfung bis Jüngstes Gericht - die Bibel als Weltchronik“ von Frank-Thomas Ziegler sehr aufschlussreich. „Gedanken zur Osterzeit“ äußert Vikarin Katharina Ende und endet sehr weltlich, dass Ostern an uns rüttelt, „es ruft einen heraus aus unseren Kammern, Häusern und unserer Zurückgezogenheit des Winters und der vorangegangenen Passionszeit. Hinausgehen, die aufblühende Natur bestaunen, sich des Lebens bewusst werden, die Botschaft in die Welt tragen und die Hoffnung im Herzen erspüren: Bei Gott ist Neubeginn möglich und Christus war der erste!“
Es folgen die Einladungen zu den verschiedenen kirchlichen und musikalischen Veranstaltungen für die bevorstehende Zeit. Zu Christi Himmelfahrt wird am Sonntag, dem 13. Mai , 10 Uhr, in die Schwarze Kirche eingeladen. Eine Woche darauf, am 20. Mai wird zum Pfingstgottesdienst ebenfalls in die Schwarze Kirche eingeladen. Dabei findet auch die Konfirmation statt. Das Gemeindefest wird heuer schon am 10. Juni im Areal des Blumenauer Altenheimes stattfinden, und nicht erst im September wie bisher. Der Beginn des Orgelsommers ist für den 5. Juni eingeplant, wobei die Konzerte wie üblich im Juni und September jeweils dienstags, im Juli und August drei Mal wöchentlich dienstags, donnerstags und samstags, 18 Uhr, stattfinden werden.

Ein besonderes musikalisches Ereignis bereitet der Kronstädter Bachchor anlässlich seines 85-jährigen Bestehens mit der Aufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion am 15. Juli in der Schwarzen Kirche vor. Es wirkt auch der Kammerchor „Lux Aurumque“ aus Szeklerburg/Miercurea Ciuc mit. Am 12. Juli wird die Matthäuspassion im Bu-karester Athenäum und am 13. Juli in der Wallfahrtskirche von Schomlenberg/Șumuleu Ciuc aufgeführt.

Aufschlussreich ist die Übersicht der wichtigsten Daten zur Honterusgemeinde im Vorjahr. Diese zählte 930 Kirchenglieder, es wurden 105 Hauptgottesdienste gefeiert, 50 Andachten im Altenheim Blumenau fanden statt. Die Schwarze Kirche wurde von 278.441 Gästen besucht, das Archiv und die Bibliothek wurden von 525 Nutzern aufgesucht. An dem Kirchentag zum 500-jährigen Reformationsjubiläum beteiligten sich rund 1000 Personen. Einen bildlichen Rückblick bieten wir weiter unten. Die Auszüge aus dem Jahresbericht des Pfarramtes für 2017 bieten Einsicht in die verschiedenen Bereiche: Verkündigung, Kirchenmusik, Diakonie, Schwarze Kirche, Immobilien, Archiv und Bibliothek, Evangelischer Kindergarten. Bekanntlich fanden im Vorjahr auch kirchliche Wahlen statt, wobei Kurator Christian Csorik sich nicht mehr zur Wahl stellte. Seine Abschiedsrede ist zu lesen, in der er auf die weitgehende Tätigkeit des Presbyteriums und die des Kurators eingeht. In einem kurzen Interview stellt sich auch die neue Presbyterin Edith Olosz vor. Aufschlussreich ist das Interview mit Arthur Arvay, in dem u.a. auch die Rolle des Lektorendienstes angesprochen wird. Es stellen sich selbst vor: Vikarin Katharina Ende, die 2018 ihr Auslandsvikariat da verbringen wird, Cristina Miric˛, neue Psychologin an der Honterusgemeinde, und als freiwillige Mitarbeiterin der Diakonie, Universitätslektorin Ioana Plajer, Gattin des Stadtpfarrers Christian Plajer. Weitere Themen wie Weltgebetstag der Frauen, Informationen über Öffnungszeiten innerhalb des Pfarramtes, Glückwünsche zu Geburtstagen, führen dazu, den Gemeindebrief nach der Durchsicht nicht wegzulegen, sondern stets bei Hand zu halten, vor allem um sich die geistlichen Materialien zu Gemüte führen zu lassen. Anerkennung muss auch Arthur Hermel vom aldus Verlag für Druck und Layout ausgesprochen werden. Der Gemeindebrief ist zu einer sehr ansprechenden und nützlichen Publikation für die Honterusgemeinde geworden, wofür Herausgeber und allen Mitarbeitern Anerkennung ausgesprochen werden muss.

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