Alles riskiert um einen Jungen auf die Welt zu bringen

36-Jährige Petersbergerin stirbt nach Geburt von Zwillingen

Freitag, 24. Juli 2015

Kronstadt – Das Risiko sei sehr groß, warnten die Ärzte. Eine dritte Geburt durch Kaiserschnitt, dazu noch ein Alter – 36 Jahre - das nicht als problemlos gelten konnte, das alles hielt Florentina nicht davon ab, erneut sich auf eine Geburt einzustellen. Vielleicht sollte es diesmal, beim dritten Versuch, klappen und der lang ersehnte Wunsch nach einem Jungen würde endlich erfüllt werden. Es sollte auch diesmal kein Junge sein, sondern gleich zwei Mädchen. Sie tragen die Vornamen ihrer Mutter, Florentina und Claudia. Eine der beiden konnte die Mutter noch sehen. Nachher kam es während des chirurgischen Eingriffes zu massivem Blutverlust, Ohnmacht und letztendlich Tod. Die beiden Mädchen sind 2,4 kg bzw. 1,4 kg schwer, da es sich um eine Frühgeburt handelt. Die Mutter konnte nicht mehr gerettet werden, obwohl alles versucht wurde und man bei der Geburtenklinik auf eine schwierige Geburt eingestellt war, sagte Valeria Badea, ärztlicher Direktor und Pressesprecher der Kronstädter Gynäkologie-Klinik. 

Bereits bei ihrer ersten Geburt vor 14 Jahren hatte Florentina ernste Probleme. Bei der Frühgeburt ihres ersten Mädchens sprachen die Ärzte anfangs von einer Fehlgeburt. Das Mädchen wog nur 600 Gramm und galt lange Zeit lediglich als „Zeugungsprodukt“ bis es einen Namen erhielt. Die tapfere Mutter ließ sich nicht erschrecken und wagte eine zweite Schwangerschaft, die ebenfalls mit der Geburt per Kaiserschnitt einer Tochter beendet wurde.  Der dritte Versuch endete nun für die Mutter tragisch. Vier Mädchen bleiben ohne Mutter; im neuen Haus in Petersberg/Sânpetru, wo die Kinder des Ehepaars wohlbehütet aufwachsen sollen, stellt sich der Ehemann nun auf die Beerdigung seiner Frau ein, die ihm, trotz aller Gefahren, unbedingt einen Jungen schenken wollte.

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