Alternativer Umweltschutz im Naturreservat

GEC Nera nimmt das rumänische Ufer des Donaustausees Eisernes Tor I unter die Lupe

Samstag, 25. Mai 2013

Neumoldowa/Orawitza - Der heutige Samstag ist von der Orawitzaer Umweltschutzorganisation GEC Nera einem „alternativen Monitoring“ der Umwelt und der Ausübung des Ökotourismus im Oberen Teil des Donaudurchbruchs beim Eisernen Tor gewidmet, zwischen Neumoldowa und Basiasch. Teilnehmer der Beobachtungsmission sind vor allem die frischen Absolventen des Umweltschutzlehrgangs, der von GEC Nera seit November 2012 mit Lyzeanern aus Orawitza, Anina und Neumoldowa veranstaltet wurde.

Zuerst findet im Raum des Bauernmarktes in der Neumoldowaer Neustadt eine Aufklärungsveranstaltung statt bezüglich der Reglements für anthropische Tätigkeiten im Naturpark Eisernes Tor. Anschließend begibt sich die Gruppe zu den Dekantierteichen des ehemaligen Kupferförderungs- und -anreicherungswerks Moldomin, den Abraumlagerstätten Tăuşani und Boşneag, den größten Umweltgefährdern der Region. Hier wird den Teilnehmern zuerst die Geschichte dieser problematischen Abraumlagerstätten erklärt und die Gefahr, die seit der Nichtpflege der Kronenteiche von diesen mit Gift durchsetzten Sanddünen ausgeht – auch für das serbische Donauufer –, danach wird der Zustand der beiden Lagerstätten in Augenschein genommen und dokumentiert.

Von hier aus geht es donauabwärts zum eigentlichen Eingang zum Donaudurchbruch Eisernes Tor, in den Raum der Gaura Chindiei-Höhle und der Ruinen der Golumbatscher Festung des Siegismund von Luxemburg. Da wird der Zustand des Baba Caia Felsens untersucht, der bei Corinini aus dem „Großen Donausee“ ragt, sowie die Höhle „Gaura cu Muscă“ besichtigt und untersucht, diejenige Höhle, wo laut mündlicher Tradition alle sieben Jahre eine Seuchenplage unter den Banater Rindern, ausgelöst durch die „Golumbatscher Fliege“, ihren Ursprung hat.

Vom Hotter der Gemeinde Coronini, wo die beiden Höhlen und die Festungsruinen des rumänischen Donauufers liegen, geht es dann donauaufwärts bis Basiasch, wo der Golf von Basiasch, der zur Gemeinde Socol/Sokolarac gehört, Ziel des alternativen Monitorings ist. Hier starten die Umweltschützer von GEC Nera eine Säuberungsaktion des Uferbereichs, weil dieser Golf erfahrungsgemäß ein Staugebiet von allerhand Müll sowohl aus dem Banater Bergland, aber auch aus ganz Europa ist, der hier angeschwemmt wird. Der „Hygienisierung“ des Donaugolfs von Basiasch folgt die Inaugenscheinnahme des Naturreservats Nera-See – Donaugolf und eine Bootsfahrt auf dem Kanal Tote Nera im Nera-Delta, wo GEC Nera schon seit längerer Zeit immer wieder illegales Fällen von Holz beobachtet und der Öffentlichkeit gemeldet hat. Diesem Sonderteil des Naturparks Eisernes Tor – Nera Delta ist der ganze Samstagnachmittag gewidmet. Kommende Woche will GEC Nera in einem Kommuniqué die Resultate seines alterantiven Monitorings des Oberen Abschnitts des Naturparks Eisernes Tor bekannt geben.

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