Am Altar: Organspende verpönt

Freitag, 22. Februar 2013

Arad - Lange konnten sich die Arader über ihre Premiere als erster Verwaltungskreis in Rumänien mit Gesundheitskarte nicht freuen: Der Beichtvater des Klosters Gai im gleichnamigen Stadtviertel in Arad, Cleopa Jurj, nennt die Gesundheitskarte „ein Werkzeug des Teufels“. Er bezieht sich dabei auf die Möglichkeit der Organspende, die auf der Karte verzeichnet ist. Seine Gläubigen mögen auf die Gesundheitskarte verzichten, predigt Jurj angeblich sogar während der Gottesdienste. Nicht zuletzt bedient er sich eines Wortspiels: Das rumänische „card“ für Gesundheitskarte, heißt rückwärts gelesen „drac“, was übersetzt „Teufel“ bedeutet.

Cleopa Jurj begründet seine ablehnende Haltung der Gesundheitskarte gegenüber, dass Personen, die die Organspende befürworten, Gefahr laufen, ins Visier von Organhändlern zu geraten. Die Orthodoxe Kirche distanziert sich von der Aussage des Geistlichen im Kloster zu Gai, mit dem Hinweis, jeder müsse persönlich seine Aussagen verantworten.

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