„Analele Bucovinei“ zum Ersten Weltkrieg

Samstag, 05. Dezember 2015

Kürzlich wurde Heft 1/2015 der Halbjahresschrift „Analele Bucovinei“ ausgeliefert, die Zeitschrift des Bukowina-Instituts in Radautz/Rădăuţi. Von den drei Bukowina-Forschungsinstituten ist es das einzige geblieben, das noch regelmäßig eine periodische Schrift herausbringt. Diese 44. Ausgabe (22. Jahrgang) bringt 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der 1915 auch in der Bukowina eine neue Dimension erreichte, begründet mehrere Studien zum Thema.

So geht Dr. Marian Olaru (Radautz) im Leitartikel in seinen Betrachtungen auf die Kriegsereignisse in der Bukowina ein, Prof. Dr. Stefan Purici (Uni Suceava) behandelt „Die Eliten der Bukowina am Anfang des Großen Krieges“ , Dr. Ioana Scridon (Uni Klausenburg/Cluj) untersuchte „Die erlebte Geschichte der beiden Weltkriege“ in den Aufzeichnungen des Bukowiners Peter Schäfer (Czernowitz, Darmstadt) in seiner niedergeschriebenen Lebensgeschichte. 

Zwei umfangreiche Mitarbeiten sind der Schulgeschichte der Bukowina von jüngeren Autoren gewidmet: Universitätsdozentin Dr. Ligia-Maria Fodor aus Bukarest und Dr. Constantin Ungureanu, Forscher in Chişinău. Von Dr. Fodor wird der zweite Teil ihrer Forschungen zum „Czernowitzer staatlichen Mittelschulunterricht in der Habsburgerzeit: Entwicklung und Bedeutung” publiziert, Historiker Ungureanu behandelt allgemein „Das Unterrichtswesen der Bukowina am Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts”.

Drei bedeutende Persönlichkeiten werden in Erinnerung gebracht und in einem neuen Kontext vorgestellt. So die längst fällige Würdigung des französisch-österreichischen und für das frühe Bukowiner Schrifttum so wichtigen Autors und Wissenschaftlers Hacquet (200 Jahre seit dem Tod des Naturforschers Balthasar Hacquet, 1739/40–1815) durch Dr. Ovidiu Bata vom Radautzer Forschungsinstitut, Forscherin Elena Pascaniuc vom gleichen Institut macht es für Dimitrie Dan anhand ihres Beitrags „Die Bukowina und die Bukowiner in den Schriften des Akademikers Dimitrie Dan.

Menschen, Mentalitäten, Kulturen”, und Universitätsdozentin Harieta Mareci-Sabol (Suceava) stellt Hingabe und Originalität des Forschers Teodor Bălan heraus. Im Kapitel Dokumentationen veröffentlicht die Zeitschrift einen Beitrag von Dr. Sophie Welisch (USA) zu einem Brief des Bukowiners Ignatz Schaffhauser zu Beginn des Ersten Weltkrieges an seinen Sohn Karl in den USA, die hauptamtliche Institutsmitarbeiterin Dr. Rodica Iatencu stellte die Bukowiner Vertreter im Parlament Großrumäniens und die Parlamentssitzungen der Wahlperiode 1920-1922 vor – Teil eines großen Forschungsprojektes zur rumänischen Parlamentsgeschichte und den Buchenländer Abgeordneten.(L.G.)

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