Gottesdienst mit Singspiel leiteten Gemeindefest ein

Kirchenglieder der Fogarascher Diaspora und Gäste trafen in Bekokten zusammen

Donnerstag, 07. Juli 2011

Die Kirche und das dazugehörige Pfarrhaus

Singkreises von Fogarasch

Mit Leben erfüllt wurde am Sonntag, dem 3. Juli, die Saalkirche der Kirchenburg von Bekokten/Barcut anlässlich des in dieser Diasporagemeinde organisierten Gemeindefestes des Fogarascher Gebietes zu der die eigenständige Fogarascher evangelische Kirchengemeinde und die fünf Diasporagemeinden Schirkanyen, Bekokten, Seligstadt, Rohrbach und Felmern gehören. Auch das Wetter hielt dabei mit den zahlreichen Mitgliedern dieser Kirchengemeinden, den Gästen von nah und fern die zu dem Fest anreisten und einleitend zu dem Gottesdienst von Pfarrer Dr. Johannes Klein herzlich begrüßt wurden. Schon lange herrschte in der Ortschaft deren erste urkundliche Erwähnung vom Anfang der 13. Jahrhunderts rührt, nicht mehr ein so reges Treiben. Das Wahrzeichen von Bekokten, dem quadratischen Glockenturm der Kirche sieht man schon aus der Ferne vor der Anreise in diesem Tal des Harbachhochlandes und kann somit die am äußersten Rand des Kronstädter Kreises gelegene Gemeinde nicht verfehlen.

Einleitend zu dem Fest führte der Kleine Singkreis von Fogarasch begleitet von Hermannstädter Philharmonikern unter der Leitung von Christiane Neubert das Singspiel „Das goldene Kalb“ von Gerd Peter Münden, nach einer biblischen Sage, gekonnt auf. Die 19 Schüler der III. und IV. Klassen der deutschen Abteilung des „Doamna Stanca“-Kolleg von Fogarasch überraschten bei der über einer Stunde dauernden Aufführung mit ihrer schauspielerischen Leistung sowohl was Singen, Soloparts, als auch Tesxtvortrag betrifft. Textlesungen nahm dabei Pfarrerin Dr. Renate Klein vor.

Bevor zum Mittagessen im Pfarrhaus geschritten wurde, dankte in der Kirche Pfarrer Dr. Johannes Klein, Kurator Georg Gärtner und den Leuten vor Ort die in den letzten Tagen das Fest vorbereiteten, den Fogarascher Helfern, der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, dem Demokratischen Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt die finanzielle Unterstützung geboten haben.

Zwar zählt die kirchliche Diasporagemeinde von Bekokten gegenwärtig nur noch 12 Gemeindeglieder, zeigten sich diese als gute Organisatoren und Gastgeber. Letzte Reparaturen wurden an dem Kirchenraum vorgenommen, das Pfarrhaus und der vor zwei Jahren zurück erstattete Gemeindesaal der seither restauriert wurde, auf Hochglanz gebracht. Hier wurde nach dem schmackhaften Mittagessen auch das Tanzbein von den zahlreichen Gästen geschwungen, es wurde gemeinsam gesungen. Sein Können stellte der Fogarascher Kirchenchor da unter Beweis der begleitet von den Philharmonikern und geleitet von der unermüdlichen Musikerin Christiane Neubert die schon seit über einem Jahrzehnt da wirkt und auch rumänisch spricht, zwei Kantaten von Karl Ditters von Dittersdorf und den Schlager der Vorkriegsjahre „Ein kleiner grüner Kaktus“ interpretierte. Ihre Kunst auf der Blockflöte zeigte Stefania Imbuzan als Solistin aber dann auch gemeinsam mit ihrem Vater und Christiane Neubert. Für die Kleinen wurde auch ein Kinderprogramm gestalet.

Das Gemeindefest erwies erneut den Zusammenhalt der Kirchenglieder aus der gesamten Fogarascher Diaspora, dem Zusammenwirken von Presbyterien und Kuratoren an Spitze mit Kurator Karl Michael Balthes, dem Beitrag von Hedea Nicoleta, der Sekretärin des Fogarascher Pfarramtes die einschließlich beim Kochen mitgeholfen hat, der genannten oder nicht genannten Helfer. Sicher bleibt das Fest in bester Erinnerung der Teilnehmer.


Dieter Drotleff

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