Anerkennung für besondere Verdienste

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Erwin Hellmann verliehen

Donnerstag, 26. Juni 2014

Konsulin Judith Urban überreichte Erwin Hellmann die Verleihungsurkunde und das Verdienstkreuz.
Foto: Andrey Kolobov

In festlichem Rahmen fand am Donnerstag, dem 19. Juni l.J., im Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Erwin Hellman statt. In der am 23. April 2014 ausgestellten Verleihungsurkunde, die von Bundespräsident Joachim Gauck gezeichnet wurde, wird  betont, dass der Orden in Anerkennung der um die Bundesrepublik Deutschland erworbenen besonderen Verdienste Erwin Hellmann verliehen wird. Judith Urban, Konsul der Bundesrepublik Deutschland, hielt die Laudatio auf den Preisträger, dem sie anschließend die Verleihungsurkunde überreichte und den Orden anheftete.

Geboren wurde Erwin Hellmann am 28. April 1935 in Kronstadt. In seiner Geburtsstadt in der er auch heute lebt, hat er sich besondere Verdienste um die Gemeinschaft der er angehört, erworben. Von früh auf hat er die Schwierigkeiten des Lebens kennengelernt und sich mit diesen konfrontiert, nachdem seine Eltern zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert worden waren.

Nachdem er das Honterusgymnasium in Kronstadt absolviert hat, setzte er das Studium am hiesigen Polytechnikum fort, und arbeitete anschließend als Diplomingenieur rund 40 Jahre im Traktorenwerk. In seiner wenigen Freizeit war er aktiv in dem Gemeindeleben der evangelischen Kirche, wo er in die Vertretung der Honterusgemeinde und in jene des Kronstädter Kirchenbezirkes gewählt worden war. Dessen Kurator war Erwin Hellmann 20 Jahre, von 1986 bis 2006. Zwischen 1993 und 2001 war er auch Kurator der Evangelischen Honterusgemeinde A.B. in Kronstadt. In diesen Eigenschaften hat er sich voll für die Gemeinschaft, für den Erhalt der kirchlichen Baudenkmäler eingesetzt. Nach der Wende und dem stattgefundenen Massenexodus waren es dann auch die sozialen Belange mit denen sich viele unserer Gemeindeglieder konfrontiert sahen. Er suchte nach Lösungen, übernahm leitende Funktionen auch im Diakonischen Werk. Besonders setzte er sich für die Einrichtung des Altenheimes Blumenau in Kronstadt ein, das zu den wichtigsten Sozialeinrichtungen innerhalb der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien gehört, und immer wieder auch von anderen Konfessionen als Beispiel genannt wird.

Gleich nach der Wende wurde er auch in den Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt gewählt, wo er mit Wort und Tat sehr aktiv war.
Er übernahm auch das Amt als Vertreter in Rumänien des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber. In dieser Eigenschaft hat er sich landesweit für die Instandhaltung dieser letzten Ruhestätten der Gefallenen eingesetzt.

Für seine Verdienste im Rahmen der Gemeinschaft wurde ihm 2011 die Honterus-Medaille des Siebenbürgenforums verliehen.

Bei dem jetzigen festlichen Anlass in Hermannstadt wurde sein unermüdlicher und kompetenter Einsatz auch von Dr. Paul Philippi, Ehrenvorsitzender des Landesforums, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dieter Simon, Landeskirchenkurator Prof. Friedrich Philippi, Altbischof D.Dr. Christoph Klein gewürdigt. Anwesend waren weitere Persönlichkeiten unserer Gemeinschaft u.a. Dr. Paul Niedermaier, Dr. Hermann Fabini,  Ortrun Rhein, Gerhild Rudolf. In beeindruckenden Worten dankte Erwin Hellmann für die ihm besondere erwiesene Ehre.     

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