Angelegenheit der vier Wehrtürme nicht geklärt

Kreisrat hat auch andere Beschlüsse verschoben

Freitag, 31. Juli 2015

Kronstadt – Da die ordentliche Sitzung des Kronstädter Kreisrates für Mittwoch, dem 29. Juli, einberufen worden war, der zugleich auch Tag der Hymne ist, wurde die Zusammenkunft mit dem Ertönen der Staatshymne eingeleitet. Da es seit Jahren unterschiedliche Meinungen bezüglich des Ursprungs der rumänischen Hymne gibt, führte einleitend zu der Tagesordnung der Historiker und orthodoxe Pfarrer Dr. Vasile Oltean, Mitglied des Kreisrats, in deren Entstehungsgeschichte ein. Laut Forschungsergebnissen ist sowohl der Text als auch die Melodie das Werk Kronstädter Autoren: Andrei Mureşianu verfasste den Text, George Ucenescu die Melodie, und nicht Anton Pann wie viele behaupten. Auch wurde diese erstmalig in Kronstadt/Braşov und nicht in Râmnicu Vâlcea gesungen, behauptet Dr. Olteanu.

Anschließend konnte zur Tagesordnung übergegangen werden, die wieder 33 Beschlussentwürfe umfasste, und weitere sechs bei Allfälliges. Zwei Punkte wurden vertagt: Erstens die Ernennung eines Vertreters des Kreises im übergebietlichen  ISO-Umweltverein. Diesbezüglich benötigt es einen gut durchdachten und durchführbaren Plan, da der Bereich der Abfallverwaltung landesweit noch sehr mangelhaft ist. Durch die Strafen, die die Umweltgarde den jeweiligen Bürgermeisterämtern verhängt, wird da Problem nicht gelöst. Im Gegenteil, es kommen zusätzliche Kosten für die Lokalverwaltungen auf. Vertagt wurde zweitens das Ausscheiden des Kreises aus dem Zusammenschluss mit der Stadtverwaltung und der Eislaufgesellschaft im Olympia-Verein. Diesbezüglich muss zunächst der eigene 2005 angenommene Beschluss geklärt und annulliert werden. Genehmigt wurden mehrere Beschlüsse bezogen auf Lohnerhöhungen oder Neueinstellungen bei den dem Kreis unterstellten Institutionen. Geklärt soll auch der Status der vier Wehrtürme – Graft-Bastei, Weißer Turm, Schwarzer Turm, Seilerbastei – werden, die gegenwärtig von der Consilprest-Firma verwaltet werden. Da diese völlig unrentabel sind, sollen sie dem Geschichtsmuseum zur Verwaltung übergeben werden. Doch die Museumsleitung fordert im Gegenzug mehr Geld vom Kreis. Die nächste Sitzung die für den 31. August eingeplant ist, wird wieder mit dem Erklingen der Staatshymne eingeleitet werden, da es der Tag der Rumänischen Sprache ist. Somit auch ein Festtag!

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