Antigrippeimpfungen erst Ende Dezember

Pannen beim Import und der Produktion verzögern Optimalzeit

Mittwoch, 04. Dezember 2013

Reschitza - Auf der Tagung des Konsultativkomitees zu Problemen der Senioren bei der Karasch-Severiner Präfektur stand auch die Frage der Impfungen gegen Gripperkrankungen auf der Tagesordnung. Als Fachmann war dazu Dr. Mircea Borcău eingeladen, der bei der Kreisdirektion für Öffentliche Gesundheit (DSP) für Krankheitsepidemien und deren Bekämpfung zuständig ist.
Dr. Borcău gab bekannt, dass die Ausschreibung für den Import von 600.000 Einheiten Antigrippeimpfungen an formellen Beanstandungen des Prozederes gescheitert ist. Die 400.000 Einheiten, welche vom Nationalen Institut Cantacuzino produziert werden sollten, gingen wegen technischer Pannen an den Produktionsstrecken erst am 2. Dezember in Produktion und werden erst um den 15. Dezember herum lieferfertig sein. „Wenn wir unsere Erfahrungen mit der Lieferzeit in Betracht ziehen, dann wäre es realistisch, mit den Gratisimpfungen gegen die Grippe erst ab der letzten Dekade des Dezembers zu rechnen“, gab Dr. Mircea Borcău unumwunden zu und merkte an, dass das leider auch die Zeitspanne sei, wo die meisten Familienärzte gern Urlaub machen: „Ganz realistisch ist es also, erst Anfang 2014 mit den gratis Grippeimpfungen zu rechnen.“

Allerdings stehe man einstweilen im Banater Bergland mit den Grippeerkrankungen sehr gut da: Es sind (bis am 1. Dezember 2013) noch keine verzeichnet worden. Aus den Statistiken der Gesundheitsbehörde DSP gehe auch hervor, dass die Höchstzahl an Grippeerkrankungen alljährlich gegen Ende Januar verzeichnet wird. Folglich besteht, auch wenn die Vorbeugeimpfungen gegen Grippe verspätet starten werden, immer noch ein ausreichender Zeit, um durch Impfungen einer Epidemie vorzubeugen, beruhigte der Arzt die zahlreichen Rentner, die wie gewöhnlich an diesen Tagungen des Konsultativrats über Seniorenfragen in der Präfektur teilnahmen. Zu den Risikogruppen im Banater Bergland werden in diesem Winter die 13.828 Personen mit chronischen Krankheiten gerechnet, 270 Schwangere, 3200 Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind und tagtäglich Direktkontakt mit Kranken haben, 2500 Personen, die in der Senioren- und Behindertenbetreuung arbeiten und 14.683 Senioren über 65 Jahre.

2012-13 wurden dem Banater Bergland vom Ministerium 12.120 Impfstoffeinheiten gegen Grippeerkrankungen zugeteilt, mit denen rund 8000 Personen geimpft wurden – 60 Prozent unter ihnen mit chronischen Krankheiten. Auffallend in den Statistiken der DSP ist, dass noch in keinem der vergangenen Jahre alle Gratisimpfungen gegen die Grippe, die im Banater Bergland zur Verfügung standen, vollkommen aufgebraucht wurden – aber auch, dass noch nie die Zusendungen aus Bukarest den Bedarf der Risikogruppen (die von Bukarest definiert und dorthin gemeldet werden) voll abgedeckt haben. Hingegen hat es immer wieder Fälle gegeben, wo die nicht aufgebrauchten Antigrippeimpfungen aus Karasch-Severin an andere Verwaltungskreise transferiert wurden, die ihre Zuteilungen aufgebraucht hatten.

Zu bemerken ist, dass im menschlichen Körper die Produktion von Antikörpern, die erfolgreich einen Angriff der Grippeviren abwehren können, etwa 14 Tage nach der Impfung einsetzt, erklärte Dr. Borcău den Anwesenden. Gegenwärtig kann man in nahezu allen Apotheken des Banater Berglands Impfstoff gegen die Grippe kaufen, zu einem Preis zwischen 25 und 30 Lei/Dosis.

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