Antikes Gold und Silber

Die in Rumänien ausgegrabenen Schätze können im Brukenthalpalais bewundert werden

Donnerstag, 20. November 2014

Ernest Oberländer-Târnoveanu führte die Gäste durch die Ausstellung.

Spiralförmige Armreife und Münzen, die in Sarmizegetusa Regia ausgegraben wurden.

Der antike Schmuck lässt Frauenherzen auch heutzutage höher schlagen.
Fotos: Vlad Popa

Hermannstadt – Die Vernissage der Wanderausstellung „Antikes Gold und Silber Rumäniens“ fand am Mittwoch im Brukenthalpalais am Großen Ring/Piaţa Mare, statt. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter, Freunde und Gäste des Brukenthalmuseums sprachen Sabin Adrian Luca, der Direktor des Brukenthalmuseums, Ernest Oberländer-Târnoveanu, der Direktor des Nationalen Geschichtsmuseums in Bukarest und Adrian Georgescu, der Kurator der Ausstellung, über die Exponate. Die Ausstellung vereint über 1000 antike Fundstücke, die aus dem Zeitraum zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 7. Jahrhundert n. Chr. stammen und auf dem Gebiet Rumäniens ausgegraben wurden. Die Exponate umfassen, unter anderen, Schmuckstücke, kirchliche Gegenstände, Pokale, Waffen oder Helme. Die Ausstellungsstücke stammen aus den Zeugnissen des getischen Adels, die in Craiova, Cucuteni-Băiceni, Poiana Coţofeneşti, Agighiol oder Peretu ausgegraben wurden oder sind Teil der dakischen Schätze, die in Sarmizegetusa Regia, Sâncrăieni, Peteni, Drăgeşti, Tăşad, Sacalasău, Rociu oder Bălăneşti gefunden wurden. Desgleichen werden Exponate aus der späten Antike oder dem frühen Mittelalter gezeigt, die aus Pietroasa, Apahida, Cluj-Someşeni oder Histria stammen.

Das Brukenthalmuseum beteiligt sich an der Ausstellung mit 59 Exponaten, die aus Gräbern in Tilişca (2. Jahrhundert v. Chr.) und Reußmarkt/Miercurea Sibiului (6. und 7. Jahrhundert n. Chr.) stammen und Halsketten, Gürtel, Ringe, Haarnadeln oder Armreife umfassen. Ein besonderer Blickfang sind die spiralförmigen Armreife, die in Sarmizegetusa Regia ausgegraben wurden. An der Vorbereitung der Ausstellung beteiligten sich über 70 Mitarbeiter der zwei Museen über eine Zeitspanne von vier Jahren. Die Wanderausstellung soll in weiteren über 30 Museen landesweit gezeigt werden. In Hermannstadt kann das antike Gold und  Silber Rumäniens bis zum 18. Januar bewundert werden. Eine Standardkarte kostet 20 Lei, Gruppen über zehn Personen bezahlen 13 Lei/Person, Rentner bezahlen 10 Lei für den Eintritt und die ermäßigten Karten für Schüler, Studenten oder Personen mit Behinderungen kosten 5 Lei/Person.

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