Antonescu: Allianz mit den Konservativen de facto beendet

PNL-Chef will keine Rückkehr der „Năstase-Zeiten“

Mittwoch, 20. November 2013

Bukarest (ADZ) – Liberalenchef Crin Antonescu hat am Montag die „Mitte-Rechts-Allianz“ seiner Partei mit den Konservativen (PC) als für „de facto beendet“ erklärt. Da sich Konservativenchef Daniel Constantin „wie ein Untertan Pontas“ verhalte, habe er es vorgezogen, seine Unterredungen nur mit dem Premier zu führen – einen Dialog mit der PC gebe es folglich längst nicht mehr.  Antonescu erläuterte, die amtlich eingetragene Allianz formell nicht aufgekündigt zu haben, um der USL keine Turbulenzen zu bescheren.

Constantin äußerte, Mühe zu haben, Antonescus „Strategie“ und „Konfrontationsspirale“ nachzuvollziehen, der PNL-Chef sei zu einem respektvollen Umgang mit der PC aufgefordert.

Bezüglich des sozialdemokratischen Bündnispartners räumte Antonescu am Abend in einem Fernsehgespräch offen ein, dass dieser ein gewisses „stalinistisches Naturell“ aufweise. Er wünsche sich nach Beendung der „Ära B²sescu“ keineswegs eine „Rückkehr der Năstase-Zeiten“, obwohl es genügend Stimmen gebe, die dem „Autoritarismus, Klientelismus, der Demagogie und gelähmten Justiz“ jener Tage nachtrauern. Über das Präsidentschaftsrennen vom kommenden Jahr und den immer wieder kolportierten Antritt Victor Pontas seitens der PSD befragt, sagte der PNL-Chef, dass der Druck auf Ponta zweifelsfrei groß sei – sowohl parteiintern als auch -extern, durch „einflussreiche Personen der Geheimdienste“.

Kommentare zu diesem Artikel

Linares, 20.11 2013, 20:10
Ich wuensche mir ein Kabinett aus FACHLEUTEN - unabhaengig deren jeweiliger Parteizugehoerigkeit, und nicht ein Sammelsurium von Tripperhengsten, die zufaellig das richtige Parteibuch hatten oder von der Masonerie oder sonstwelchen Interessengruppen in ihre Funktionen bugsiert worden sind. Das war gemeint....
Helmut, 20.11 2013, 19:45
Der Antonescu dürfte nicht mehr ganz seine Sinne beherrschen,tagtäglich spielt er sich inner-und außerhalb seiner PNL als Diktator auf und versucht jede andere politische Meinung zu unterdrücken.Dazu besitzt er jetzt die Unverschämtheit und bezichtigt andere stalinistischer Methoden.Es wird jetzt immer mehr und mehr klar,er darf niemals Präsident des Landes werden.Sein bisher gezeigtes politisches Verhalten läßt darauf schliessen ,daß dieser Herr eine echte politische Gefahr für die Zukunft der Demokratie in Rumänien darstellt.
Manfred, 20.11 2013, 15:31
@Linares-Ohne ein neues Parteiengesetz sehe ich da schwarz.Weiterhin:solange das Volk sämtliche utopischen Wahlversprechen glaubt und sich anschließend nicht zur Wehr setzt,ändert sich nichts.Das das Volk etwas erreichen kann,zeigt Rosia Montana.
Konrad, 20.11 2013, 13:31
@Linares; Antonescu duerfte wohl die Neigung des Premiers, sich mit Verordnungen ueber das Parlament hinwegzusetzen (was dieser bei Boc vehement kritisiert hat) gemeint haben. Stalinismus meint wohl etwas anderes ( z.B. das Hoxha-Albanien oder das derzeitige Nordkorea ). Davon sind wir gottlob meilenweit entfernt. Offenbar sieht Antonescu die Unterstuetzung durch Ponta fuer seine Kandidatur fuer die Praesidentenwahl in Gefahr - etwa dadurch, dass dieser vielleicht selbst kandidieren wird. Dann waere die Aeusserung schon "wahlstrategisch". Ich persoenlich sehe die aktuelle Regierung nicht mit stalinistischen Neigungen, sondern pur si simplu als unfaehig an.
Linares, 20.11 2013, 09:21
Das gewisse "stalinistische Naturell" hat nicht nur Antonescu bemerkt. Ob es wohl gelingt, in unserem Land irgendwann einmal eine demokratische Regierung auf die Beine zu stellen, die die Interessen des Volkes zur Kenntnis nimmt und entsprechend handelt ?

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