Anzahl der eigenen Buchveröffentlichungen wird immer größer

Gernot Nussbächer widmet einen neuen Band der Serie „Aus Urkunden und Chroniken“ dem Kreis Hermannstadt

Samstag, 19. Oktober 2013

Immer reicher wird die Liste der eigenen Buchveröffentlichungen des siebenbürgisch-sächsischen  Historikers Gernot Nussbächer wobei allein die Serie, die unter dem Titel „Aus Urkunden und Chroniken“ erscheint, nun durch einen weiteren Band ergänzt wurde. Dieser ist dem Kreis Hermannstadt gewidmet und  umfasst insgesamt 49 Beiträge, die Ortschaften und Persönlichkeiten gewidmet sind, die in alphabetischer Reihenfolge zwischen  HE bis J liegen.

Es ist praktisch der zweite Band des Autors, der innerhalb dieser Serie erscheint und der sich auf den Kreis Hermannstadt bezieht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den drei Ortschaften Heltau, Hermannstadt und Hetzeldorf. Respektiert Gernot Nussbächer diese Reihenfolge, und das tut er ausgehend von seiner schon sprichwörtlichen Genauigkeit, werden sicher weitere Bände dieser Serie unserem Nachbarkreis gewidmet.

Dieser fast 300 Seiten umfassende 11. Band ist nicht nur aus dem Interesse des Historikers an der geschichtlichen Vergangenheit der siebenbürgisch-sächsischen Ortschaften entstanden, sondern sicher auch aus den persönlichen Familienbindungen  zu Heltau und Hetzeldorf, wie der Autor  in seinem Vorwort einen wissen lässt. Einschließlich sein Geschichtsstudium hat Gernot Nussbächer  auf Anraten  von Dr. Richard Reichart, einem Vetter seiner Großmutter, vorgenommen, der seine Eltern dafür bewogen hatte. Und schließlich hat auch seine Diplomarbeit nach Abschluss des Studiums in Klausenburg zum Thema „Die Heltauer Sichelschmiede“ zu tun gehabt, für die er mehrere Jahre Urkunden in den Archiven und Bibliotheken  in Heltau, Hermannstadt, Klausenburg, Kronstadt und Odorhellen eingesehen hat.

Die in dem aufliegenden Band zusammengefassten Materialien als Ergebnis seiner Forschungen haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, wie er im Vorwort vermerkt. Sämtliche Beiträge sind in der deutschsprachigen Presse des Landes – „Die Woche“, „Hermannstädter Zeitung“, „Volkszeitung“, „Karpatenrundschau“, „Neuer Weg“, „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“, „Kirchliche Blätter“ – im Laufe der Jahre erschienen und wurden, mit wenigen Ausnahmen, in ihrer ursprünglichen Form gelassen. Ergänzt wurden diese nun von dem Autoren mit  bibliografischen Anmerkungen, die einen zu weiteren Quellen führen. Insgesamt sind es fast 900 zusätzliche Angaben.

Der Autor befasst sich in den einzelnen Beiträgen mit den vielseitigsten Aspekten aus der Geschichte der Ortschaften aus dem Gebiet des Hermannstädter Kreises und geht von erster urkundlicher Erwähnung dann auf besondere Ereignisse  ein, die in diesen stattgefunden haben. Aufklärung findet man beispielsweise auch über die Beziehungen einiger dieser Ortschaften zu den rumänischen Fürsten, über die weitreichenden Handelsbeziehungen von Hermannstadt mit Ländern Europas, bezüglich der Schulbeziehungen zwischen Kronstadt und Hermannstadt.

Natürlich fehlen nicht Daten über die wichtige Rolle, die der Buchdruck auch in Hermannstadt gespielt hat. Sehr aufschlussreich sind dann die Daten, die der Autor über die Beziehungen des Reformators Johannes Honterus zu Hermannstadt  bietet. Durch die vielen Angaben, die in den einzelnen Materialien anzutreffen sind, bildet auch dieser Band der Serie einen wichtigen Baustein für Forscher, Laien und auch Studenten, die sich dem Geschichtsstudium verschrieben haben.

In diesem Kontext sollte auch der 2007 erschienene Band eben-falls über dieses Gebiet „Kreis Hermannstadt – Geschichte und Bilder“ des gleichen Autors in Zusammenarbeit mit drei weiteren Historikern (Nicolae Pepene, Bogdan-Florin Popovici und Dan Nanu) erwähnt werden, der ein bleibendes Werk darstellt.

Der kürzlich im Kronstädter aldus Verlag erschienene Band enthält zudem eine Liste der Abkürzungen, ein Ortsnamensverzeichnis und die aktualisierten Daten über den Autor bezüglich Ausbildung, hauptamtliche Tätigkeitsbereiche,Listen der eigenen Veröffentlichungen und derer, die in Gemeinschaftsarbeiten erschienen sind. Allerdings muss die Aufzählung der Ehrungen, um die in diesen Tagen erhaltene Auszeichnung ergänzt werden und zwar die Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

Herausgegeben wurde der Band vom Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt mit der finanziellen Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der rumänischen Regierung, sowie des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde Heidelberg. Der Autor spricht auch seinen persönlichen Dank Martin Bottesch aus für die Anregung diesen Band herauszubringen, sowie Prof. Dr. Hans Klein, Vorsitzender des Hermannstädter Ortsforums. So betrachtet ist der Band auch als gelungenes Gemeinschaftswerk zu betrachten.    

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