APIA: 2012 Katastrophales Jahr für rumänischen Neuwagenmarkt

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Laut dem Verband der Automobilproduzenten und -importeure (APIA) sind die Pkw-Verkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres verglichen zum Vorjahr um 22,5 Prozent auf 53.582 Einheiten zurückgegangen. Nutzfahrzeuge mit eingeschlossen lag der Rückgang bei 19,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind die Importe von gebrauchten Pkw um 82 Prozent und diejenigen von Nutzfahrzeugen um 56 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Gesunken sind laut APIA aufgrund von Problemen beim Abwrackprogramm „Rabla“, vor allem die Neuwagenkäufe durch Privatpersonen (minus 55 Prozent). 68 Prozent aller Zukäufe wurden von juristischen Personen getätigt – 2011 waren es noch 56 Prozent.

Seit 2007 ist der Automarkt in Rumänien mit 70 Prozent eingebrochen – der größte Rückgang aller EU-Länder.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 19.10 2012, 12:18
Langfristig tut es einer Volkswirtschaft nicht gut, wenn der breiten Mehrheit die Kaufkraft zugunsten einer Minderheit entzogen wird. Zu denken, man könnte diese Drosselung der Inlandsnachfrage allein durch steigende Exporte ausgleichen, führt in eine Sackgasse.
Andererseits hatten die Rumänen - die oberen Zehntausend ausdrücklich mit eingeschlossen - in den letzten Jahrzehnten übe ihre Verhältnisse gelebt, was die Handelbilanzdefizite belegen.
Wer Luxus wie im Westen möchte, muss eben auch produzieren wie im Westen.
Jeder Mittelklassewagen, der in Rumänien gekauft wird, entspricht einer Obeklassenlimousine im Westen, setzt man es in Relation mit der Produktivität. Für die dicken Oberklasse- und Luxusfahrzeuge auf rumänischen Straßen gibt es in Deutschland und Frankreich nichts entsprechendes.
Da wundert man sich natürlich auch nicht, dass die Infrastruktur und Produktivität nur so schleppend vorankommt.
Für jeden SUV könnte man eine neue Prouktionsanlage erwerben - das eine vernichtet das volkswirtschaftliche Vermögen (zumal auf den rumänischen Straßen), das andere würde helfen, es zu vermehren.
Aber es ist natürlich bequem, sich auf die Krisen herauszureden.

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