Arader Bombenbauer festgenommen

20-Jähriger hatte sich im Internet schlau gemacht

Dienstag, 24. Dezember 2013

Temeswar - Ein vermutlicher Neonazi wurde in der Arader Ortschaft Ghioroc erwischt, als er einen selbst gebastelten Sprengsatz verkaufen wollte. Remus Văscuţ, ein 20-jähriger Mann, aber auch drei seiner Komplizen waren bereits seit mehreren Monaten von der Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus (DIICOT) observiert worden. Nun wurde der junge Mann auf frischer Tat ertappt, als er versuchte, eine seiner handgefertigten Bomben einem verdeckten Ermittler zu verkaufen. Aus dem Erlös für die Bombe wollte der Arader sein Waffenarsenal aufbessern: Er wollte eine Handfeuerwaffe kaufen.

Auch die Komplizen der 20-Jährigen, ein Mann aus Bukarest, der ihm die notwendigen Materialien verschafft hatte, sowie zwei weitere Männer, darunter ein Chemieingenieur, halfen ihm beim Herstellen der Bomben mit Ratschlägen und einem Teil der notwendigen Ausrüstung. Alle Männer wurden von der Polizei festgenommen. Der sogenannte  Terrorist wurde nach Temeswar/Timiöoara gebracht. Der Arader, mit terroristischen Neigungen, wollte, laut Angaben der Polizei, durch seine Bomben eine Polizeidienststelle und ein Caféhaus in Arad in die Luft sprengen. Aus dem Erlös für die Sprengladungen wollte sich der Mann eine Pistole anschaffen. Die handgefertigten Sprengkörper wurden nach Arad gebracht, um auf dem Schieß-Übungs-Platz des Arader Katastrophenschutzes (ISU) vernichtet zu werden. Laut Fachleuten sind die Bomben extrem gefährlich: Der Sprengstoff enthielt auch Nitrozellulosepulver und Ammoniumnitrat. Remus Văscuţ hatte ein Labor in seinem Hause eingerichtet und hat die Bomben nach einem Handbuch zur Herstellung von handgemachten Bomben aus dem Internet produziert. Die Polizisten entdeckten im Hause von Văscuţ auch mehrere Nazi-Symbole, wie Hakenkreuze aber auch die Ziffern „88“, bekannt als Symbol der Neonazis. Der 20-Jährige wurde für 29 Tage unter Arrest gestellt und wird in der Zwischenzeit von der Polizei verhört, aber auch psychiatrisch untersucht.

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