Arbeitskonflikt am Flughafen Hermannstadt beigelegt

Kreisrat und Gewerkschaft fanden gemeinsame Lösung nach nur einem Tag

Dienstag, 24. April 2018

Ein Teil der Flughafenmitarbeiter streikte vergangenen Mittwoch zwischen 11.30 und 13.30 Uhr.
Foto: sbzairport.wordpress.com

Hermannstadt - Einen von Mittwoch bis Donnerstag vergangener Woche andauernden Arbeitskonflikt am Internationalen Flughafen Hermannstadt/Sibiu legten am Donnerstag der Hermannstädter Kreisrat und die Freie Unabhängige Gewerkschaft des Flughafens Hermannstadt bei. Anlässlich eines gemeinsamen Gespräches vereinbarten die Beteiligten die Bedingungen zur Unterzeichnung eines neuen Tarifvertrages im Laufe dieser Woche, sodass die Tätigkeit hier ihren gewohnten Lauf nehmen konnte.

Den Arbeitskonflikt hatten einige Flughafenmitarbeiter, Mitglieder der Freien Unabhängigen Gewerkschaft des Flughafens Hermannstadt am Mittwoch, den 18. April, durch einen zweistündigen Warnstreik losgetreten, nachdem einigen gewerkschaftlichen Forderungen, beziehungsweise jenen betreffend die Erhöhung der Löhne des Personals aufgrund der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Flughafens nicht stattgegeben werden konnte. Dabei verlief der Flughafenbetrieb ungestört fort, wobei die entstandenen, unwesentlichen Verzögerungen keine Verbindung zum Streik hatten, sondern zurückzuführen waren auf die Verfahren betreffend die für die Abflüge notwendigen Formalien, die aufgrund der hohen Anzahl der Fluggäste langsamer als gewohnt abgewickelt werden konnten.

Die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean äußerte am Donnerstag ihr Bedauern, dass infolge der ersten Gesprächsrunde mit der Flughafengewerkschaft keine Einigung erzielt werden konnte. Andererseits nutzte sie die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass die Gehälter der erbrachten Leistung entsprechen und aus wirtschaftlicher Sicht tragbar sein müssen. „Wenn wir die veröffentlichten Ergebnisse mehrerer Flughäfen im Land vergleichen, werden wir feststellen, dass wir diesen um einiges nachstehen. So verfügte der George-Enescu-Flughafen in Bacău 2014 über 68 Mitarbeiter, Einkommen in Höhe von 10 Millionen Lei und einen Brutto-Gewinn von 2,4 Millionen Lei. 2016 verzeichnete derselbe Flughafen Einkünfte in Höhe von 12,7 Millionen Lei und einen Brutto-Gewinn von knapp 3 Millionen Lei, bei 85 Mitarbeitern. In Hermannstadt führte das beachtliche Wachstum des Flugverkehrs zu einem minimalen Wachstum der Rentabilität, da während des Mandates des vormaligen Verwaltungsrates die Kosten mindestens direkt proportional zu den Einkünften anstiegen und die Verwaltung eher darauf ausgerichtet zu sein schien, das ganze verfügbare Geld auszugeben, als eine leistungsstarke Tätigkeit zu erzielen. Der Internationale Flughafen Hermannstadt muss ein Profit erzeugendes und effizientes Unternehmen werden, um auf dem regionalen Markt zu bestehen, auf dem sich der Wettbewerb immer weiter zuspitzt. Hinzu kommt auch, dass die Flughäfen ab 2024 keine Staatshilfen mehr seitens der übergeordneten Einrichtungen entgegennehmen dürfen und eigenständige sowie profitable Unternehmen sein müssen“, so Daniela Cîmpean.

Der Flughafenleitung zufolge stieg der Mittelwert der Löhne in der Zeit 2013-2017 um 47 Prozent an; aufgrund der für heuer veranschlagten Lohnerhöhungen erreicht dieser Wert nun 61,5 Prozent, gerechnet auf die vergangenen fünf Jahre.

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