Arbeitslosenquote steigt auf 7,4 Prozent

ANOFM vermittelte 160.000 Arbeitsplätze in fünf Monaten

Donnerstag, 25. Juni 2015

Die Zahl der Arbeitslosen belief sich Anfang des Jahres auf 655.000 Personen.
Symbolbild: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Die Arbeitslosenquote ist im ersten Quartal gegenüber dem vierten Quartal 2014 um 0,7 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich auf 655.000, teilte das Statistikamt INS mit. Am höchsten war die Arbeitslosenrate mit 24,7 Prozent bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahre. Die aktive Bevölkerung belief sich im ersten Quartal auf 8,89 Millionen Personen, davon waren 8,23 Millionen beschäftigt. Die Beschäftigungsrate betrug nach Angaben des Statistikamtes 59,1 Prozent, um 1,7 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. Bei jungen Menschen lag die Rate bei 23 Prozent. Einen neuen Job fanden in den ersten fünf Monaten mehr als 160.000 Menschen, teilte die Beschäftigungsagentur ANOFM mit. Die meisten davon gab es im Kreis Temesch/Timiş (10.827), gefolgt von Suceava (9832), Bukarest (8134), Neamţ (8124) und Hunedoara (7726). In den fünf Monaten habe ANOFM 45,72 Prozent der für dieses Jahr geplanten Jobs vermittelt, sagte ANOFM-Vorsitzende Cristiana Barbu, bis Jahresende sollen insgesamt mindestens 350.000 Personen einen Job über die Beschäftigungsagentur finden. Landesweit gab es 23.093 freie Arbeitsplätze, hieß es weiter. Die meisten davon waren in Cluj (3285), Bukarest (2786), Arad (1439), Prahova (1121), Gorj (1073), Argeş (956) und Hunedoara (900), die wenigsten in Bacău (19), Caraş-Severin (32), Mehedinţi (36), Sălaj (56), Suceava (69), Teleorman (98) und Ialomiţa (113).

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 26.06 2015, 00:35
In Rumänien gehts immer aufwärts..Dabei bleiben sie nach Bulgarien das ärmste Land in Europa.Würde man die Millionen Rumänen die abgehauen sind dazuzählen..Hääten sie 25 Prozent Arbeitslose..das sind die die sich melden..Die vielen Romas die sich gar nicht melden noch nicht mal dazugezählt..Wir Rumäen so schreit die rumänische Seele..Griiiechenland wir folgen dir..wIr ehemaligen Osmanen halten zusammen
Aurelian, 25.06 2015, 23:19
Das habe ich hier schon vor Jahren einmal geschrieben: Das A - Z einer sinnvollen Wirtschaftpolitik ist der Aufbau eines gesunden Mittelstandes, der gute Leute hat, die gute Arbeit machen und einen guten Lohn bekommen. Dann belebt sich auch der Binnenmarkt. Wir brauchen hier einen Mann wie es der Ludwig Erhard in Deutschland war, der Vater des "Wirtschaftswunders".
Linares, 25.06 2015, 21:07
"...gemanagt..." na klar, wer den Tippfehler gefunden hat, darf ihn behalten
Linares, 25.06 2015, 21:00
@Manfred
Man kann dies eine degressive Spirale nennen. Die rumaenischen Buerger im arbeitsfaehigen Alter verlassen ihr Land, nicht etwa deswegen, weil sie hier keine Arbeit finden, sondern wegen der vergleichsweisen schlechten Entlohnung und miserabler Arbeitsbedingungen. Damit fehlen sie als Arbeitskraefte, aber auch als Konsumenten auf dem Binnenmarkt. Das hat zur Folge, dass dieser Binnenmarkt sich wegen Fachkraeftemangel nicht weiterentwickeln kann, die Unternehmensgewinne auch im Zusammenhang mit den von der Regierung bestimmten, unproduktiven (Verwaltungs-) Aufwendungen sinken und dementsprechend weder Investitionen zur Verbesserung von Produktivitaet und Arbeitsbedingungen vorgenommen werden. Diese Situation bietet keinen Anreiz fuer Fachkraefte zur Rueckkehr in unser Land.

Die Regierung verweist ja gerne auf die auslaendischen Direktinvestitionen. Davon abgesehen, dass dieses Investitionsvolumen staendig sinkt, was wiederum mit dem staendigen Herumgefummele der aktuellen Regierung an den Rahmenbedingungen fuer den Betrieb eines Unternehmens zusammenhaengt, nutzt der ueberwiegende Teil der Direktinvestoren das Hungerlohnniveau in unserem Land aus, was wiederum fuer Fachkraefte kein Motiv ist, hierzubleiben.
Es werden sich sicher wieder einige "Experten" melden, die und klarmachen wollen, dass alles noch viel schlimmer waere, wenn Rumaenien nicht Mitglied der EU waere. Vorbeugend wiederspreche ich diesen "Experten". Rumaenien ist ein rohstoffreiches Land, welches autark sein koennte, wenn es nicht so hundsmiserabel gemenegt wuerde. Beantwortet dies Ihre Frage, Manfred ?
Manfred, 25.06 2015, 13:24
Sind das die Erfolge der Regierung,welche uns Helmut immer vorbetet???Immer noch verlassen Rumänen im arbeitsfähigen Alter das Land und die Zahl der Arbeitslosen steigt.Erklärt es mir jemand?

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