Arbeitssicherheit für Kleine

Ein Pilotprojekt wappnet Grundschulkinder gegen die Gefahren des Alltagslebens

Dienstag, 27. Mai 2014

Hermannstadt – Die Bedeutung der Sicherheit am Arbeitsplatz und des Schutzes der eigenen Gesundheit standen im Mittelpunkt eines Bildungspilotprojektes, das von der Hermannstädter Arbeitsaufsichtsbehörde (ITM) und dem Kreisschulinpektorat durchgeführt wurde. Das Vorhaben unter dem Motto „Ich lerne und schütze mich“ (Învăţ şi mă protejez) richtete sich an die Schüler im Alter zwischen sieben und elf Jahren. Für die Teilnahme am Projekt wurden vier Klassen des Hermannstädter Gymnasiums Nr. 18 ausgewählt. Die Ergebnisse des Projektes wurden im festlichen Rahmen, in Anwesenheit des Präfekten Ovidiu-Ioan Sitterli, am Freitag, dem 23. Mai, in der Aula Magna der Hermannstädter „Lucian Blaga“-Universität vorgestellt.

„Die Strategie der Europäischen Union im Bereich der Arbeitssicherheit sieht die Schaffung einer Präventivkultur als Schlüsselfaktor für die Aufrecht-erhaltung und Verbesserung der Arbeitsqualität vor“, erklärter der ITM-Leiter Francisc Szombatfalvi-Török die Notwendigkeit dieses Projektes. „Unser Vorhaben mag zwar momentan nicht besonders wichtig erscheinen, weil es sich an die Grundschüler richtet, hat aber eine große Bedeutung in der Zukunft“, fügte er hinzu. Das von der Europäischen Agentur für Gesundheit und Arbeitssicherheit zur Verfügung gestellte Material führte in einer unterhaltsamen und kindgerechten Weise die Gefahren vor, mit denen die Kleinen im Alltagsleben zu tun haben.

Anfangs hatte das Projekt nicht unbedingt die Akzeptanz aller Lehrer gehabt. „Mein erster Gedanke war, muss es denn sein, dass wir schon den Kleinkindern den Arbeitsschutz beibringen. Jedoch stellte ich im Verlauf des Projektes fest, dass Kinder viele Gefahren, die für Erwachsene selbstverständlich sind, einfach übersehen“, meinte Cristina Prodea, die Lehrerin der 4. C-Klasse. Die im Rahmen eines Wettbewerbs entstandenen Zeichnungen zeigen, dass Schülerinnen und Schüler sehr ernst an das Thema „Arbeitsschultz und Gesundheit“ herangegangen sind. „Ihr seid nun gegen die offensichtlichen und versteckten Gefahren besser gewappnet“, schlussfolgerte Präfekt Sitterli in seiner Ansprache. Die positive Reaktion auf dieses Pilotprojekt, erlaubt nun den Organisatoren darüber nachzudenken, dieses zu einem ständigen Bildungsprojekt auszuarbeiten und zuerst auf dem Niveau des Kreises und später auf nationaler Ebene durchzuführen.

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