Arbeitsunfall oder Unglück?

Samstag, 21. Januar 2017

Herkulesbad – Zwei Topografen, die, ihrer Ausrüstung nach geurteilt, Vermessungen vorgenommen hatten, sind tot in einer Grotte oberhalb des Hotels Roman von Herkulesbad aufgefunden worden. Anscheinend sind sie an den Schwefelgasen erstickt, die in der Grotte in unterschiedlichen Intervallen austreten (davor warnt eine verwitterte Holztafel beim Aufstieg zur Grotte, die in der Nähe der Räuberhöhle liegt). Da die Topografen offensichtlich bei ihrer Arbeit umkamen, tauchten an der Unglücksstelle auch die Inspektoren des Arbeitsinspektorats auf. Die Topografen hatten nach ersten Erkenntnissen Vermessungen im Auftrag des Hotels Roman durchgeführt. Sie arbeiteten, zusammen mit einem dritten Topografen, im Rahmen einer Reschitzaer GmbH. Vor Ort waren alle drei, aber einer von ihnen wurde ans Krankenbett seines Bruders gerufen und war so nicht anwesend, als der Unfall geschah.

Zugang zur Grotte hatten die Topografen über einen 180 Meter langen Tunnel. 120 Meter vom Eingang entfernt befindet sich ein unterirdischer Wasserfall, wo die beiden Topografen, die Brüder sind, auf die Rückkehr des dritten Topografen warteten. Dieser fand sie bei seiner Ankunft dort tot vor. Gegenwärtig wird der Tunnel auf Gasaustritte untersucht, die bisher nicht bekannt waren. Die Gegend Herkulesbad mit ihren Thermalwässern und schwefelhaltigen Quellen ist ein altes vulkanisches Gebiet, wo durch viele Erdspalten diverse Gase oder heiße Quellen austreten, deren therapeutischer Charakter bereits von den Römern nach Eroberung Dakiens entdeckt und genutzt wurde (Ad Aquas Herculi Sacras ad Mediam). Gerade der Raum um das Hotel Roman ist voller Thermalquellen, Höhlen und Grotten, aus denen Schwefeldämpfe austreten. Das Arbeitsinspektorat überprüft gegenwärtig die Arbeitsverträge der drei Topografen, um eindeutig feststellen zu können, ob es sich beim Tod der Topografen um einen Arbeitsunfall oder um ein Unglück mit Todesfolge handelt. Die beiden Topografen werden vom Gerichtsmediziner untersucht, der der Polizei, die eine Untersuchung gestartet hat, die genaue Todesursache mitzuteilen hat. Fakt ist einstweilen, dass auf den Körpern der beiden Toten keinerlei Spuren von Gewalt festgestellt werden konnten.


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