Architektonische „Pionierprojekte“

Ausstellung im Hermannstädter Rathaus zeigt moderne Lösungen bei der Restaurierung historischer Gebäude

Dienstag, 26. Februar 2013

Nach Ansicht von Architekt Gabriel Roşca (li.) zeigen die vorgestellten Projekte eine „frische Perspektive“ von Architektur.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - „Alte Häuser, Design, und etwas mehr“ (Case vechi, design şi ceva în plus) lautet der Titel einer Ausstellung mit Architekturprojekten, die derzeit im Ausstellungssaal des Rathauses zu sehen ist. Zusammengestellt wurde die bis zum 17. März geöffnete Ausstellung vom Architektur-Magazin „Zeppelin“. Auf die Besucher warten knapp 20 Projekte, die beispielhaft den Umgang mit den Themen Restaurierung, Instandsetzung und Umbau von historischer Bausubstanz zeigen. In den Augen von Gabriel Roşca, dem Vorsitzenden der Architektenkammer Hermannstadt-Vâlcea, handelt es sich um „ganz interessante Projekte“. „Der Betrachter sieht, dass man Design auch in alten Gebäuden anwenden kann, dass man moderne Elemente integrieren kann, ohne dass der Gesamteindruck der Häuser beeinträchtigt wird.“

Die vorgestellten Projekte stammen aus dem ganzen Land, beispielsweise aus Bukarest, Jassy/Iaşi, Kronstadt/Braşov, Klausenburg/Cluj-Napoca oder Suceava. „Sie bringen eine frische Perspektive“, meint Architekt Roşca, „die man in Rumänien sonst selten findet.“ Frisch kommt auch das Ausstellungskonzept daher. Schautafeln oder Ähnliches sucht man vergebens. Stattdessen konzipierten die Ausstellungsmacher zwei langgestreckte Holzrahmen mit beweglichen Holzwänden, zwischen denen die Projekte mittels Bildschirmen und großformatigen Fotoplatten präsentiert werden.  
Aus Sicht von Roşca zeigt die Ausstellung „eine gute Auswahl“ an „Pionierprojekten“. Besonders interessant findet der Hermannstädter Architekt ein Umbauprojekt des Klausenburger Büros Planwerk, bei dem ein historisches Gebäude um ein modernes Stockwerk ergänzt wurde oder die minimalistische Modernisierung des Verwaltungssitzes der Kronstädter Honterus-Gemeinde durch die Architekten Johannes Bertleff und Dragoş Oprea.

Eigentlich müsse man die Projekte vor Ort besichtigen, lautet die Einschätzung von Roşca. Die aussagekräftigen Fotografien geben trotzdem einen kleinen Einblick in interessante gestalterische Lösungen einheimischer Architekten, die zeigen, dass der behutsame Umgang mit Baudenkmälern und moderne technische Lösungen zu reizvollen (Neu-)Bauten führen können.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*