Argeş: Weitere 11 Kleinkinder in Krankenhäuser eingeliefert

Milchlieferanten von „Lactate Brădet“ im Visier

Donnerstag, 03. März 2016

Bukarest (ADZ) - Im Landkreis Argeş sind in den letzten anderthalb Tagen elf weitere Kleinkinder mit Darminfekten in lokale Krankenhäuser eingeliefert worden. Ob sie mit den gefährlichen enterohämorrhagischen Escherichia Coli-Bakterien (EHEC) infiziert sind, steht noch nicht fest. Die Zahl der zurzeit in Krankenhäusern wegen schwerer hämorrhagischer Kolitis, einschließlich des lebensgefährlichen hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) behandelten kleinen Patienten stieg damit auf 62.
Inspekteure der Sanitär-, Veterinär- und Lebensmittelsicherheitsbehörde ANSVSA nahmen indes am Dienstag die beiden lokalen Milchlieferanten der Molkerei „Lactate Brădet“ unter die Lupe, in deren Speisequark der EHEC-Erreger nachgewiesen worden war. Der Inhaber der Unglücksmolkerei, Marius Badea, sagte der Presse unter Tränen, die Produktion bis zur vollständigen Klärung des Falls eingestellt zu haben – auch glaube er nicht, dass sich sein in Verruf geratener Betrieb jemals erholen werde. Wie der EHEC-Erreger in den Speisequark kam, bleibe für ihn ein Rätsel, sagte Badea, da seine Molkerei eine hochmoderne, mit strengen Hygienestandards sei und zudem monatlich überprüft werde. Die Hypermarkt-Ketten Metro, Auchan und Profi kündigten derweil an, sämtliche Produkte des Herstellers „Lactate Br²det“ aus ihren Regalen genommen zu haben.

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