Armut - mit Einfluss auf Gesundheit

Eurostat-Daten stellen Rumänien hinten an

Mittwoch, 20. September 2017

„Armut und soziale Ausgrenzung sind Faktoren, die sich negativ auf de Entwicklung von Kindern auswirken, denn diesen wird durch den gegebenen Status der Zugang zur medizinischen Betreuung eingeschränkt”, sagt der Temeswarer Kinderarzt Mihai Gafencu, Leiter der rumänienweit agierenden NGO „Salvați copiii“. Der Mediziner machte seine Aussage im Kontext einer Eurostat-Statistik, die sich auf das Jahr 2015 bezieht.

Demnach ist der Anteil der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder in Rumänien unter den Ländern der Europäischen Union am höchsten, am niedrigsten war dieser Anteil in den nordischen Mitgliedsstaaten der EU. Gewertet hat das EU-Statistikamt die Situation der Kinder von 0 - 17 Jahren.

2015 waren es mehr als ein Drittel der Kinder in Rumänien (46,8 Prozent) Bulgarien (43,7 Prozent) aber auch in Griechenland, Ungarn, Spanien und Italien, die in Armut an der Armutsgrenze lebten. Die niedrigsten Prozentsätze wurden in Schweden registriert, gefolgt von Finnland und Dänemark.

Zwischen 2010 – 2015 nahm die Armut und soziale Ausgrenzung bei Kindern in etwa der Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten zu. In Rumänien ging diese Quote zwar leicht zurück, bleibt jedoch – wie bereits aufgezeigt – in dieser Negativstatistik ganz oben: Von 48,1 auf 46,8 Prozent. In konkreten Zahlen gemessen: von 1,85 auf 1,76 Millionen Kinder.

Ähnlich erschütternd sind auch die Daten des Nationalen Statistikamtes INS von 2011. Dieser Studie nach waren über 400.000 Kinder zwischen 3 – 17 Jahren in keine Bildungsform aufgenommen. Experten zufolge trägt dazu vor allem die Tatsache bei, dass viele Eltern im Ausland leben und die Kinder von den Betreuenden nicht ausreichend gefördert bzw. gefordert werden, um regelmäßig die Schule zu besuchen.

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