Astra-Film-Festival zu Ende gegangen

Roadtrip-Doku als bester Film ausgezeichnet

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Die 25. Ausgabe des Astra-Film-Festivals fand zwischen dem 15. und dem 21. Oktober statt. In den sieben Tagen des Dokumentarfilmfestivals wurden in Hermannstadt über 100 Dokumentationen gezeigt, von denen 56 in fünf Wettbewerbskategorien konkurrierten.

Hermannstadt – Zum Abschluss der 25. Ausgabe des Astra-Film-Festivals in Hermannstadt/Sibiu, wurde am Sonnabend „I am another you“ von Nanfu Wang als „Beste Dokumentation im Internationalen Wettbewerb“ ausgezeichnet. „Wir schätzen die besondere Fähigkeit der Filmemacherin, Geschichten zu erzählen und ihre Hingabe, weit hinter die Oberfläche zu gehen. Dies ist eine vielschichtige, eindringliche und empfindsame Form des Filmemachens. Es ist eine persönliche Entdeckungsreise, die vor unseren Augen mehr und mehr Facetten einer sehr menschlichen Realität entfaltet“, so das Urteil der Jury.
Während einer Reise durch Amerika lernt Nanfu Wang den charismatischen Dylan kennen. Der Vagabund sucht in seinem selbstgewählten Leben auf der Straße nach Freiheit und transzendentaler Erfahrung. Fasziniert von Dylans Leben beschließt die chinesisch-amerikanische Filmemacherin den jungen Mann auf seinem weiteren Weg zu begleiten. Einfühlsam, reflektiert und selbstkritisch folgt die Regisseurin ihrem Protagonisten mit der Handkamera, taucht ein in seine Welt und entdeckt Facetten, die ihre eigene Lebensauffassung in Frage stellen.
In insgesamt fünf Wettbewerbskategorien wurden im Thalia-Saal Preise vergeben. Als bester rumänischer Film wurde dabei „Caisă“ von Alexandru Mavrodineanu ausgezeichnet. Caisă erzählt von Leistung und Einsatz, aber auch von Erwartungen und der Angst vor dem Verlassenwerden. Mavrodineanu folgt der Beziehung von Boxtrainer Dumitriu Dobre und seinem besten Schützling Cristian Palcuie (Caisă). Mavrodineanu erklärte in einem Interview, dass er im Laufe der über zwei Jahre dauernden Dreharbeiten den Fokus vom jungen Caisă auf den „Maestro“ verlagerte, wie der Boxtrainer von seinen Schützlingen genannt wird, da dieser sich zum tragischen Charakter der Geschichte entwickelt. „Dies ist ein Film, der eine ergreifende Perspektive auf die rumänische Gesellschaft bietet und einen Mann zeigt, der sich dem Zynismus in seiner Umgebung widersetzt, um den jungen Menschen eine Zuflucht zu bieten.“
Ausgezeichnet wurden weiterhin „When the war comes“ in der Kategorie „Beste Dokumentation im zentral- und osteuropäischen Wettbewerb“, „They just come and go“ als beste Kurzfilmdokumentation und „Ink of Yam“ in der DocSchool-Kategorie.

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