Astra rückt Meistertitel ganz nahe

Sechs Gegentore sind keine Seltenheit mehr

Montag, 18. April 2016

„Ich stecke kein Geld mehr in den Fußball“. Gigi Becali macht mit solchen Aussagen immer wieder seinem Ärger Luft, wenn seine Steaua unter den Erwartungen spielt. Mit dem 0:2 im Schlagerspiel der Saison bei Astra Giurgiu hat Steaua ihre Titelaspirationen nur noch theoretisch beibehalten. Vier Punkte aus den verbliebenen drei Partien braucht Astra, um auch ohne Schützenhilfe den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte einzufahren. Găman und Alibec waren die Torschützen für Astra, die beide von der Elfmetermarke trafen. Selbst der enttäuschte Steaua-Coach Laurenţiu Reghecampf sagte, dass der Titel „zu 99 Prozent verspielt“ sei. Sechs Zähler trennen nun Steaua von Astra und Astra-Coach Marius Şumudica steht bei einem Astra-Meistertitel auch vor seinem größten persönlichen Erfolg als Trainer. Auch finanziell hat die Vereinsleitung in die Tasche gegriffen und einen Teil der ausstehenden Spielergehälter ausbezahlt.

Nach dieser Steaua-Niederlage schnuppert Dinamo Bukarest erneut Höhenluft. Dorin Rotariu schoss ASA Neumakt ab (1:0) und empfahl sich für Auswahltrainer Anghel Iordănescu: er hat eigenen Aussagen zufolge nun ebenfalls Erwartungen auf eine Nominierung in den Kreis der Erlesenen, die zur Europameisterschaft nach Frankreich dürfen. Seine Mannschaft rückte auf zwei Punkte an Steaua heran und Dinamo-Trainer Mircea Rednic sagte, der Titel sei noch nicht endgültig vergeben. Die Trophäe selbst noch zu holen würde jedoch ans Utopische grenzen, denn Dinamo müsste alle neun ausstehenden Punkte sichern und Astra nur noch Niederlagen einstecken.

Im Abstiegskampf musste der FC Botoşani eine derbe Niederlage gegen CFR Klausenburg hinnehmen. 0:6 unterlag Botoşani nur zwei Spieltage nachdem die Mannschaft gegen Poli Temneswar sechs Treffer zu erzielen vermochte. Nach dem halben Dutzend Gegentore in Klausenburg sagte der Mannschaftsboss Cornel Şfaiţer, seine Mannschaft habe eine „Demütigung“ durchmachen müssen. Spannend bleibt es auch deshalb in der unteren Tabellenhälfte, weil der FC Voluntari im Duell der Abstiegskandidaten ebenfalls wieder Zweitliga-Gefahr läuft. 1:2 hieß es für Voluntari im Duell gegen das benachbarte Chiajna. Der Vereinsboss und ehemalige Liga-Präsident Dumitru Dragomir sagte nach dem Spiel, er müsse auch mit der Zweitklassigkeit für die kommende Saison planen. Harsche Kritik ließ er nicht nur am Auftritt der Spieler sondern auch an der Mannschaftsaufstellung durch Trainer Ionel Ganea walten.

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