Auch an der Universität Bukarest Online-Kurse?

Aussicht auf die Vorteile des digitalen Zeitalters

Donnerstag, 20. März 2014

„Wir haben auch Interesse, dieses Produkt zu entwickeln“, teilte Mircea Dumitru, Rektor der Universität Bukarest, mit.
Foto: Aida Ivan

Ein Vortrag zum Thema massive offene Online-Kurse (MOOC) wurde letzte Woche von der Universität Bukarest (UB) in der Jura-Fakultät veranstaltet. Eingeladen wurde der Prorektor der Universität Neu Löwen, Prof. Vincent Wertz, der eine Fallstudie der belgischen Universität präsentierte. Das Projekt, das den Interessenten vier Kurse anbietet, wurde letztes Jahr an der Katholischen Universität Löwen in Gang gesetzt und gehört dem EdX-Konsortium an, das 2012 vom Massachusetts Institute of Technology und der Universität Harvard gegründet wurde. Die Kurse, die in englischer und französischer Sprache auf der nicht kommerziellen Plattform edx.org von der belgischen Universität angeboten werden, können von jedem Interessenten mit Internetanschluss belegt werden. Für die insgesamt 150 Kurse, die von Universitäten wie Berkley, Australian National University, Technische Universität München, ETH Zürich, The Hong Kong University of Science and Technology auf der Plattform angeboten werden, haben sich weltweit mehr als 1,5 Millionen Menschen registriert. Die Plattform sammelt Daten, um zu erfahren, wie Studierende lernen. Auf diese Weise werden die Vorteile und Nachteile der MOOC analysiert: Untersucht wird die Auswirkung der MOOC auf den Lernprozess.

Herausgefunden wurde, dass die Hälfte der angemeldeten Interessenten Berufstätige sind. Erklärt hat der Professor, dass die neue Generation nicht so gerne liest, weshalb die Kurse Lehrbücher mit Videos kombinieren, die für mehr Unterhaltung sorgen. Die Fachkollegen können durch Forengespräche und Versammlungen den geistigen Gedankenaustausch aufrechterhalten. Eine pädagogische Revolution sei es nicht, meinte der belgische Professor, der die direkte Beziehung zwischen Studierenden und Lehrenden betonte. Das integrierte Lernen – eine Lernform, die die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert – könnte aber eine revolutionäre Alternative für Universitäten sein. Thematisiert wurden auch angehende Probleme der MOOC-Unterrichtsform, wie die Evaluierung, die Abschlusszertifikate der Studierenden und die Entwicklung eines zulässigen Geschäftsmodells.
Die Präsentation hatte das Ziel zu zeigen, wie die didaktische Aktivität im Rahmen des digitalen Zeitalters verbessert werden könnte. „Die Universität Bukarest soll auf internationaler Ebene sichtbarer werden. Eine bessere Verbindung zu ausländischen Universitäten ist dafür notwendig“, erklärte der Rektor der Universität Bukarest, Mircea Dumitru, der sich bereitwillig für die neue Unterrichtsform aussprach. Anwesend war auch der ehemalige UB-Rektor Ioan Pânzaru, der Interesse an MOOC zeigte.

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