Auch Tăriceanus Ex-Chef der Regierungskanzlei strafverfolgt

Dorin Marian gleichfalls der Falschaussagen verdächtigt

Freitag, 27. Mai 2016

Bukarest (ADZ) - Die Affäre um unrechtmäßige Rückerstattungen von angeblichem Krongut bzw. wertvollen Ländereien rund um Bukarest an Prinz Paul und dessen Komplizen erreicht nach Senatschef und Ex-Premier Călin Popescu Tăriceanu nun auch den langjährigen Chef seiner Regierungskanzlei, Dorin Marian: Die Kronstädter Korruptionsfahnder leiteten am Mittwoch strafrechtliche Ermittlungen gegen Marian ein – und zwar gleichfalls wegen des Verdachts auf Falschaussagen.

Wie schon sein früherer Chef habe auch Marian während seiner Vernehmungen Falschaussagen gemacht, obwohl er unter Eid stand, teilte die DNA in einer Presseerklärung mit. So etwa habe Marian bestritten, dass der ebenfalls strafverfolgte Marius Marcovici Tăriceanus Kabinettschef gewesen sei – obwohl dies durch die Regierungsarchive eindeutig belegt werde, verlautete die DNA Kronstadt.

Tăriceanu bekräftige indes am Mittwoch seinen Entschluss, vom Amt des Senatspräsidenten nicht zurückzutreten: Er sehe „überhaupt keinen Grund dafür“ – aus Sicht der Staatsanwälte seien „sowieso alle verdächtig“. Der wegen Wahlbetrugs rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilte PSD-Chef Liviu Dragnea stärkte dem angeschlagenen Senatschef den Rücken: Die PSD stehe hinter ihm und befürworte seinen Verbleib an der Spitze des Oberhauses, stellte Dragnea während eines Besuchs in Hermannstadt klar.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 30.05 2016, 14:52
Es ist erstaunlich mit welcher Dreistigkeit verurteilte Betrüger, korrupte Beamte und Politiker an ihren Posten festhalten.
Diese Verbrecher schaffen es noch dass die EU Sanktionen androht und verhängt, schließlich war eine Bedingung, zum EU beitritt, die Bekämpfung der Korruption.
Den Schaden hat dann die rumänische Bevölkerung.
Wie belastbar ist eine Nation?
Sraffa, 27.05 2016, 13:59
Die "parlamentarische Immnunität" ist der letzte Schutz für Tariceanu vor gerechtfertigter Strafverfolgung.
Kritiker, 27.05 2016, 06:51
Dieses Gesindel gehört endgültig verjagt!

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